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Radeln im Saarland

Deutsche Autofahrer steigen auf Bus, Bahn und Fahrrad um

(2009-08-21 07:55:28)

Deutsche Autofahrer steigen ganz allmählich auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel wie Bus, Bahn und Fahrrad um. Oder sie bilden Fahrgemeinschaften. Das ergaben Studien im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums, die am Donnerstag in einem Fachgremium in Bonn erörtert wurden.




Fahrrad-Kampagne mit Tiefensee
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (M, SPD) fährt in Berlin mit Schülern Fahrrad. Tiefensee startete die Jugendkampagne "FahrRad! Fürs Klima auf Tour", bei der Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren fürs Fahrradfahren begeistert werden sollen. Foto: Stephanie Pilick (dpa)
2008 wurden in Autos, Bussen, Bahnen sowie auf Fahrrädern und zu Fuß insgesamt 281 Millionen Wege pro Tag zurückgelegt - drei Prozent mehr als 2002. Das entspricht einer Gesamtstrecke von 3,2 Milliarden Kilometern. Die meisten Wege werden dabei in der Freizeit und für den Einkauf zurückgelegt. Erst dann folgen als Ziele der Arbeitsplatz und dienstliche Erledigungen.

Das Bundesverkehrsministerium sieht sich durch die Studien des Bonner Infas-Instituts und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in seiner umweltbezogenen Verkehrspolitik bestätigt. „Die umweltfreundlichen Verkehrsmittel sind auf dem Vormarsch“, sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Die Deutschen seien mobil wie nie - aber mit dem Trend „Klima schonen und Kosten sparen“. Täglich würden fünf Millionen Kilometer mehr als 2002 per Rad und 71 Millionen Kilometer mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. „Gegenüber der Nutzung des Autos werden hierdurch knapp 10 000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Tag eingespart.“

Im Jahr 2008 wurden 10 (2002: 9) Prozent aller täglichen Wege -oder 28 Millionen Wege über eine Gesamtstrecke von 90 Millionen Kilometern - mit dem Fahrrad erstrampelt. 9 (2002: 8) Prozent aller Wege bzw. 497 Millionen Kilometer wurden mit dem öffentlichen Personennahverkehr zurückgelegt. Der Autofahrer-Anteil an der Zahl der täglichen Wege verringerte sich in den sechs Jahren leicht von 44 auf 43 Prozent. Das entsprach täglich 121 Millionen Wegen. Von den 281 Millionen Gesamtfahrten und -Fußwegen dienten die meisten der Freizeit (92 Millionen) und den Einkäufen (58 Millionen). Für den Weg zur Arbeit, zum Ausbildungsplatz und für dienstliche Anlässe machten sich die Deutschen 74 (2002: 78) Millionen mal auf den Weg.

Der Bund unterstütze den öffentlichen Nahverkehr mit mehr als 7,5 Milliarden Euro im Jahr, erklärte Tiefensee. „Jedes Jahr geben wir rund 110 Millionen Euro für die Verbesserung des Fahrradverkehrs aus. Das ist der richtige Weg, den müssen wir weiter gehen.“

Der Bahn-Lobbyverband Allianz pro Schiene erklärte, die Studien bestätigten, „dass die Mobilitätsbedürfnisse der Bürger von der bisher straßenfixierten Verkehrspolitik nicht befriedigt werden.“ Darüber werde es eine breite Debatte nach der Bundestagswahl geben.

 

 
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