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Radeln im Saarland

Worauf Sie beim Fahrradkauf achten sollten

(2009-05-22 15:34:04)




Wer sich lange am neuen Fahrrad erfreuen will, braucht beim Kauf vor allem viel Zeit und Geduld. Foto: dpa
Tipp 1: Immer beim Fachhändler
Fahrradhändler können den Käufer am besten beraten. Der richtige Zeitpunkt ist auf jeden Fall in der Nebensaision (Oktober-Februar). Dann kann sich der Verkäufer auch richtig viel Zeit nehmen, weil auch der Kundenzulauf geringer ist. Außerdem müssen die Händler in der Zeit ihren alten Bestand ausräumen, um Platz für neue Modelle zu schaffen. Dadurch kann der Käufer auf das eine oder andere Schnäppchen hoffen.

Selbst wenn Sie das Fahrrad im Internet billiger kriegen, sollten Sie auf jeden Fall mit dem Wunschrad mindestens eine Probefahrt machen. Rechnen Sie aber auch mit Folgekosten: ein Helm, die nötige Beleuchtung oder die Wartung gehen ebenfalls ins Geld. Fragen Sie beim Händler nach, ob es darauf nicht Preisnachlässe gibt. Dadurch kann der Kaufpreis sogar unter dem des Online-Angebots liegen.

Tipp 2: Nutzungsart
Wofür brauche ich das Fahrrad? - diese Frage sollten Sie sich stellen, bevor Sie sich auf zum Händler machen. Mögliche Antworten sind: für Wochenendtouren, für den Weg zur Arbeit, um Sport zu treiben, zum Einkaufen, für Radreisen mit Gepäck. Dabei sollte einem eines bewusst werden: Je häufiger Sie das Fahrrad benutzen wollen und je mehr Sie darauf angewiesen sind, desto mehr sollten Sie auf die Qualität achten - dadurch steigt aber auch der Preis.

Tipp 3: Der richtige Rahmen
Faustformel für die richtige Rahmenhöhe: Innenbeinlänge mal 0,66. Zum Nachmessen am besten ohne Schuhe hinstellen und ein Messband in den Schritt ziehen. Eine zweite Person misst dann den Abstand zum Boden.

Doch nicht nur die Rahmenhöhe ist wichtig, auch die Schwere des Fahrrads fällt enorm ins Gewicht: Wer am Bahnhof öfter Treppen steigen muss oder das Fahrrad aus dem Keller nach oben tragen muss, wird für jedes Kilogramm weniger schon sehr bald sehr dankbar sein.

Tipp 4: Wie viele Gänge?
Ein Fahrrad mit vielen Gängen klingt erstmal toll. Was viele nicht wissen: Möglicherweise brauchen Sie gar nicht so viele. Während für Radrennfahrer viele Gänge durchaus sinnvoll sind, kommen Hobbyfahrer bereits mit sieben Gängen aus. Wichtiger als die Anzahl der Gänge sind der kleinste und der größte Gang. Vom kleinsten Gang hängt nämlich die Bergtauglichkeit ab, also wie leicht Sie Steigungen erklimmen können - vom größten, welche Geschwindigkeit Sie erreichen können. Sportliche Fahrer und Radreisende werden wahrscheinlich mehr Wert auf eine feine Abstufung legen und in den meisten Fällen eine Kettenschaltung bevorzugen. Alltagsradler werden von der praktisch wartungsfreien Nabenschaltung begeistert sein.

Auf jeden Fall während der Probefahrt auf die Gangschaltung und auf die Bremswirkung achten. Wer oft in hügeligem Gelände oder mit schwerem Gepäck unterwegs ist, für den sind kräftige Bremsen ein Muss.

Tipp 5: Und die Reifen?
Bei Reifen sind Profil und Druck entscheidend. Wer überwiegend auf Straßen fährt, kann sich auch mit einem wenig profilierten Reifen zufrieden geben. Auch für Feld- und Waldwege reicht ein moderat profilierter Reifen aus. Grobstollige Pneus braucht man eigentlich nur im schweren Gelände. 

 

 
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