Verblüffende Karriere
Von Nina Scheid Veröffentlicht: Freitag, 27. Februar 2015, 15:34 Uhr

Gabor Boldoczki war der erste Solotrompeter bei den Salzburger Festspielen.
28. Februar bis 22. Juli, Saar-Lor-Lux: Musikfestspiele Saar 2015 mit dem Themenschwerpunkt „Polen“

Violinistin Albena Danailova ist unter anderem für die Wiener Staatsoper tätig. Foto:
Nur wenig ist in der großen Öffentlichkeit bekannt über die musikalischen Erfolgsgeschichten unserer polnischen Nachbarn – eine kommende Großveranstaltung soll das ändern. Vom 28. Februar bis zum 22. Juli finden die 14. Musikfestspiele Saar statt, in diesem Jahr mit Polen als Partnerland. In mehr als 40 Veranstaltungen werden den Besuchern unter anderem internationale Orchester und Solisten aus den Bereichen Klassik, Musical und Rock präsentiert.

Das Festival, das seit 1989 alle zwei Jahre im Saar-Lor-Lux-Raum stattfindet, repräsentiert seit einiger Zeit bei jedem neuen Auftakt ein Land mitsamt seinen kulturellen und musikalischen Besonderheiten. In der Vergangenheit waren dies unter anderem Ungarn, Amerika und Deutschland, jetzt ist Polen an der Reihe. In ehemaligen Industriehallen und Schlössern im Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen und Luxemburg kommen weltbekannte Musiker und Newcomer zusammen, um dem Festival das Flair Polens zu verleihen.

Traditionell eröffnet die Deutsche Radio Philharmonie die Musikfestspiele Saar . Im Eröffnungskonzert am Samstag, 28. Februar, 20 Uhr, in der Congresshalle Saarbrücken, präsentiert sich Stanislaw Skrowaczewski, der 91-jährige erste Gastdirigent der Deutschen Radio Philharmonie, als Dirigent und Komponist. Älter als das Orchester , älter als jeder Musiker und wohl jeder Zuhörer im Saal, erlebt er eine Alterskarriere, die niemanden mehr verblüfft als ihn selbst. Vor wenigen Wochen wurde er von Bronislaw Komorowski, Staatspräsident seiner Heimat Polen , mit dem Orden „Polonia Restituta“ ausgezeichnet. Dirigate führen ihn noch immer um die ganze Welt: Tokio, Cleveland, zu den Berliner Philharmonikern und immer wieder zur Deutschen Radio Philharmonie nach Saarbrücken. „Der Wundergreis“, „Der älteste aktive Dirigent der Welt“, so die Schlagzeilen, Musikliebhaber sprechen lieber vom „Visionär“, vom Klangzauber seiner Konzerte und seinem beispiellosen Charisma.

Auf dem Programm steht seine „Passacaglia immaginaria“, außerdem das „Konzert für Orchester “ von Witold Lutoslawski und das „1. Klavierkonzert“ von Frédéric Chopin in der Interpretation der Pianistin Ewa Kupiec. „Pure Substanz“, so brachte die Zeitschrift Fono Forum ihr brillantes, atmosphärisch dichtes Spiel auf einen Nenner.

Tickets können telefonisch, online oder direkt in der Geschäftsstelle der Musikfestspiele Saar in Saarbrücken gekauft werden. Weitere Informationen sowie das komplette Programm sind im Internet verfügbar.



Tel. (06 81) 97 61 00www.musikfestspiele-saar.de
Die Cellistin Sol Gabetta erhielt zahlreiche Musik-Auszeichnungen. Foto:
Violinist Nigel Kennedy spielte das meistverkaufteste Klassikalbum ein. Foto:
Gabor Boldoczki war der erste Solotrompeter bei den Salzburger Festspielen. Foto:

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