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1. FC Kaiserslautern: Marco Kurz tritt auf die Euphorie-Bremse

  Der 1. FC Kaiserslautern steht nach zwei Spieltagen an der Spitze der Fußball-Bundesliga. Bei aller Begeisterung im Umfeld weiß die Mannschaft um den temporären Charakter. Genießen ist trotzdem erlaubt.

Kaiserslautern. Srdjan Lakic war einer der Letzten, die die Katakomben des Fritz-Walter-Stadions betraten. Artig beantwortete er Fragen der Journalisten. Viel deutete nicht darauf hin, dass er gerade mit dem 1. FC Kaiserslautern in der Fußball-Bundesliga gegen Meister Bayern München 2:0 (2:0) gewonnen hatte. Erst als ihn ein Journalist darauf hinwies, dass er sich freuen solle, schließlich habe er auch das 2:0 erzielt, lächelte er – und sagte: „Ja, es ist schon etwas Schönes.“

Zwei Spiele, sechs Punkte FCK-Trainer

Marco Kurz versteht es, die Spieler auf dem Boden zu halten: „Bei mir braucht niemand euphorisch zu werden.“ Dabei hätten sie Grund dazu. Der Aufsteiger holte sechs Punkte aus zwei Spielen. „Wir wissen das einzuordnen“, sagte Kurz. Er sieht das als Zustandsbeschreibung – und Mahnung ans Umfeld. Das Ziel Klassenverbleib ist nicht am zweiten Spieltag zu erreichen. Und dass die Bayern noch nicht in der Verfassung sind, in der sie im Laufe der Saison sein werden, ist klar. Aber sechs Punkte sind sechs Punkte. Und 49700 Fans feierten die prima Rückkehr in die Bundesliga. „Wir wissen, dass wir Eigenschaften gezeigt haben, mit denen wir das Publikum gewinnen. Der Sieg war auch Verdienst des Publikums. Die Fans werden für uns elementar sein“, sagte Kurz. Eigenschaften, die an die Substanz gingen, wie Mittelfeldspieler Christian Tiffert gestand: „Wir sind extrem viel gelaufen, das war die Hölle.“ Er ließ offen, ob für ihn oder die Bayern.

Aufsaugen und genießen

Während FCB-Trainer Louis van Gaal über Fehler seiner Elf sinnierte („Wir waren nicht scharf in der letzten Phase“), hörte es sich bei Kurz dann tatsächlich kurz nach Feiern an: „Wir können das aufsaugen, genießen und vielleicht heute ein wenig die Zügel schleifen lassen.“ Er schickte hinterher: „Noch braucht sich aber niemand belohnen.“ jbö 
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