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1. FC Saarbrücken: Ein Tag im Leben des Marc Lerandy

Saarbrücken. Um 8 Uhr klingelt der Wecker im Appartement im französischen Oetting von Marc Lerandy. „Nach dem Aufstehen gehe ich zuerst zum Bäcker unten in der Straße“, sagt der Innenverteidiger des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken, der seit seinem Wechsel 2009 vom Bezirksligisten VfR Willstätt alle Punktspiele für den FCS bestritten hat: „Ich trinke eine Tasse Kaffee, und fahre danach zum Training.“ 30 Minuten vor Beginn müssen die Spieler im Kabinentrakt sein. „Noch eine Tasse Kaffee, etwas Obst – und dann bereitest du dich aufs Training vor.“

„So viele Liegestütze haben wir im ganzen vorigen Jahr nicht gemacht“

Um 10 Uhr bittet Trainer Jürgen Luginger auf den Platz. Auf das Warmmachen folgen Koordinations- und Kräftigungsübungen. „So viele Liegestütze haben wir im ganzen vorigen Jahr nicht gemacht“, scherzt der in Lahr geborene Lerandy, „da waren wir öfter am Burbacher Weiher“. Spielformen führen taktisch auf die Partie bei Bayern München II morgen, 19 Uhr, hin. Nach Torabschlussübungen und gut 90 Minuten ist Schluss. „Ich habe noch Massage bei Frank Sänger. Unser Physiotherapeut ist wie ein Friseur, der hat immer ein offenes Ohr für dich“, sagt Lerandy.

Um kurz vor eins geht's zum Mittagessen: Nudeln mit Putenstreifen, Gemüse. „Abends koche ich gerne auch selbst“, erzählt Lerandy, dessen Freundin und Tochter im schwäbischen Gengenbach wohnen. „Darum muss ich an freien Nachmittagen meine Einkäufe erledigen, staubsaugen, putzen. Wenn kein Training ist, mache ich gerne einen Mittagsschlaf.“

Neben körperlicher auch die psychische Belastung 

Nach dem Essten trifft sich mit Ufuk Özbek. Der Mannschaftskamerad muss zum Sehtest für die Führerscheinprüfung und zum Erste-Hilfe-Kurs. Später wollen sie bei Stürmer Giuseppe Pisano das Champions-League-Spiel FC Bayern gegen AS Rom schauen. „Das hört sich arbeitstechnisch nicht so tragisch an“, sagt der 28-Jährige, „aber neben körperlicher Belastung wirst du als Spieler psychisch stark beansprucht. Der Druck ist da. Ein 0:3 wie in Dresden beschäftigt mich über mehrere Nächte.“ Dazu kommt die Trennung von Familie und Freunden – und dass man nie weiß, wie lange man bei einem Verein bleiben wird. „Ich fühle mich sehr wohl in Saarbrücken und würde gerne bleiben“, sagt Lerandy, dessen Vertrag ausläuft.

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