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1. FC Saarbrücken am Samstag gegen Aachen

Von SZ-Mitarbeiter Patric Cordier

Sulzbach. Er war der Einzige, der beim Fantreffen im Altenwalder Turnerheim am Donnerstag so etwas wie Aufbruchstimmung vermittelte: Jürgen Luginger, Trainer des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken. „Ja, ich glaube fest daran, dass wir mit dem FCS im kommenden Jahr um den Aufstieg in die 2. Bundesliga mitspielen können“, sagte Luginger auf die Frage, ob er am selbst gesteckten Ziel seiner Amtszeit festhalten könne. Darum erhöhte der 45-Jährige den Druck auf die Club-Oberen. „Der Verein muss dafür jetzt die Weichen stellen“, forderte Luginger, „wir müssen im Februar und März handeln, im Mai sind die guten Spieler schon alle weg“.

Ansonsten verlief das Treffen deutlich ruhiger als von vielen befürchtet. „Natürlich können die Fans jetzt die Forderung erheben: Vorstand raus“, reagierte FCS-Präsident Paul Borgard auf Rücktrittsforderungen gegenüber seiner Person und der des Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhard Klimmt, beteuerte aber die Handlungsfähigkeit der Führung und beschwor den Zusammenhalt der FCS-Familie. Man müsse jetzt eine „Bürgerbewegung FCS“ auf die Beine stellen, um „zu retten, was zu retten ist“.

Der Ex-Präsident und jetzige Aufsichtsrat Horst Hinschberger griff Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Oberbürgermeisterin Charlotte Britz scharf an, verglich die Entscheidung gegen den Neubau mit dem Bruch der Jamaika-Koalition. „Ich fühle mich persönlich verarscht. Wir haben das Stadion damals in einen Koalitionsvertrag geschrieben“, wetterte Hinschberger: „Die Entscheidung jetzt, das Stadion nicht neu zu bauen, ist eine Entscheidung gegen den Fußball und gegen das Entwicklungspotenzial dieser Region.“ Hinschberger kritisierte auch, dass Klimmt die Entscheidung entgegen nehmen musste. Präsident Borgard war nach eigener Aussage zu dem Gespräch nicht eingeladen. „Damit schwächt man die Position des Präsidenten und führt den Verein am Nasenring durch die Manege“, meinte Hinschberger.

Laut Borgard wollen er und Klimmt nun „auf der Fahrt zum Spiel nach Aachen die Situation besprechen“. Die Anhänger sollen „zeitnah“ über die weiteren Schritte informiert werden, versprach der Präsident.
Schon am Freitag hat sich die Mannschaft des 1. FC Saarbrücken in Richtung Aachen aufgemacht, wo sie an diesem Samstag um 14 Uhr in die Restrunde der 3. Fußball-Liga startet. Mit an Bord war auch Benedikt Fernandez – die neue Nummer eins im FCS-Tor. „Natürlich ist man glücklich, wenn man spielen darf, aber an meiner Position in der Mannschaft ändert das nichts“, sagt der Ex-Leverkusener, „ich bin nicht wichtiger oder unwichtiger als zuvor“.

Im Sommer war Fernandez nach einem Jahr Arbeitslosigkeit geholt worden, weil Michael Müller noch verletzt war und man nicht nur mit Enver Marina in die Saison gehen wollte. Nach Marinas Patzern und Müllers neuerlicher Verletzung stand vor Weihnachten plötzlich doch der Uefa-Pokal-erfahrene Fernandez zwischen den Pfosten. „Die letzten Wochen waren natürlich positive Werbung für mich, aber im Fußball kann es schnell gehen“, sagt der 27-Jährige, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, „ich kann mir aber sehr gut vorstellen, hier in Saarbrücken zu bleiben“. Dass dies auch vom sportlichen Erfolg abhängig ist, weiß Fernandez: „Mein Ziel ist es, noch einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen.“




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