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1. FC Saarbrücken empfängt heute die Stuttgarter Kickers

Wenn Fußballvereine sich von ihren Übungsleitern trennen, hat das meist einen Grund: Bislang nicht vorhandener sportlicher Erfolg soll sich mit einem Nachfolger zeitnah einstellen. Drittligist 1. FC Saarbrücken hat am 5. September den bisherigen Trainer Jürgen Luginger beurlaubt und präsentierte nach zwei punktlosen Spielen unter Interimstrainer Bernd Eichmann Hoffnungsträger Milan Sasic als Cheftrainer. Der sprach gleich von „einem langen, steinigen Weg“, doch Hauptsponsor und „Wieder- Präsident“ Hartmut Ostermann hilft tatkräftig bei dessen Ebnung.

Zunächst durfte Sasic seinen Co-Trainer Fuat Kilic mitbringen, dann wurde Stephan Kling als Teamkoordinator installiert und mit Francois Marque und Vito Plut schon mal zwei neue Spieler geholt. Frank Kackert hilft als zusätzlicher Torwarttrainer, und seit dieser Woche übernimmt Alex Andone-Grommes Aufgaben im Bereich Videoanalyse und Scouting. Der 27-jährige Sportwissenschaftler hat laut Vereinsangaben bereits mit Urs Siegenthaler, dem Chefscout der deutschen Nationalmannschaft, zusammengearbeitet und soll die Kooperation mit der Universität in Saarbrücken im Bereich Leistungsdiagnostik weiter verbessern. Die Verbreiterung des Funktionsteams kann man als einen Schritt zur längst überfälligen Professionalisierung des Vereins ansehen.

Die gewünschte sportliche Trendwende stellte sich aber zumindest ergebnistechnisch noch nicht ein. Erfolgreich war Sasic nur in den Pokalwettbewerben – immerhin 2:1 über den Zweitligisten SC Paderborn im DFB-Pokal, 3:0 über den SV Scheuern im Saarlandpokal. In der Liga wartet man aber weiter auf ein echtes Erfolgserlebnis. 1:1 gegen Chemnitz, 1:1 in Dortmund, 0:1 gegen Darmstadt, 0:0 in Rostock, 3:3 in Duisburg – und am Samstag um 14 Uhr spielt der FCS im Kellerduell im Ludwigspark als Tabellenletzter gegen den Drittletzten Stuttgarter Kickers. „Wir sind als Mannschaft absolut dabei, haben den absoluten Willen und die Qualität“, sagt FCS-Stürmer Marcel Ziemer, „vor allem haben wir jetzt auch die Struktur.“

An der Aufstellung dürfte sich im Vergleich zum Duisburg-Spiel wenig ändern, wobei Francois Marque wegen Oberschenkelproblemen auszufallen droht. Von einem „richtungweisenden Spiel“ will Sasic nichts hören: „Ich unterschreibe sofort, wenn mir einer garantiert, wir verlieren die nächsten drei Spiele und gewinnen dann die darauf folgenden drei“, sagt der Trainer, „es ist unwichtig, wo die Punkte herkommen.“ Hauptsache, sie kommen. Dass der Druck auch auf Sasic wächst, zeigte sich bei der Übungseinheit am Donnerstag. Der Trainer hatte unter den Trainingskiebitzen ein unbekanntes Gesicht ausgemacht, vermutete einen Beobachter des Gegners und forderte ihn auf zu gehen. Erst als der FCSFan seinen Ausweis zeigen und damit seine Herkunft als Saarländer beweisen wollte, lenkte Sasic ein. Der verärgerte Anhänger durfte bleiben.

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