L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (01:43)

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1. FC Saarbrücken will heute alles besser machen

An diesem Samstag empfängt der 1. FC Saarbrücken in der 3. Fußball-Liga Preußen Münster.

An diesem Samstag empfängt der 1. FC Saarbrücken in der 3. Fußball-Liga Preußen Münster.

Saarbrücken. Wenig ändern, um alles besser zu machen – das ist das Motto des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken vor dem Spiel gegen Tabellenführer Preußen Münster an diesem Samstag um 14 Uhr im Saarbrücker Ludwigsparkstadion. Der FCS mit gerade mal vier Pünktchen aus den bisherigen sechs Heimspielen will gegen die derzeit beste Auswärtsmannschaft der Liga (13 Punkte aus sechs Partien) endlich zu alter Heimstärke zurückfinden. „Das müssen wir in den Griff bekommen. Wir spielen einfach ein wenig wie auswärts“, sagt FCS-Trainer Jürgen Luginger, „auswärts können wir kompakter stehen, das fällt uns derzeit leichter.“

Maek wieder dabei

Klingt nach Beton anrühren und defensiver aufstellen. Doch Luginger widerspricht: „Man muss nicht immer die Mannschaft umstellen, wenn man taktisch die Räume enger machen will.“ Saarbrücken wird also vermutlich mit der gleichen Aufstellung ins Spiel gehen wie beim 1:0-Erfolg in Babelsberg. Kevin Maek hat sich nach überstandenem Muskelfaserriss wieder zurückgemeldet, auch Ufuk Özbek trainiert wieder mit der Mannschaft. Seine Zehenverletzung lässt einen Einsatz aber noch nicht zu. Trotz eines Haarrisses im rechten Arm wird Marcel Ziemer auflaufen können. „Ich mache mir da keinen Kopf“, sagt der Topstürmer, „ich haue mich in jeden Zweikampf. Wichtig ist die Mannschaft und ein Sieg vor eigenem Publikum.“

Die Konzentration auf die schwere Heimaufgabe war unter der Woche im Training spürbar. Die Nacht vor dem Spiel – so wie bei Auswärtsspielen – gemeinsam in einem Hotel zu verbringen und damit die Konzentration zu stärken, war keine Option. „Man muss es nicht übertreiben“, sagt Luginger, „wir haben in der Vergangenheit ja auch schon eine tolle Heimserie hingelegt. Da haben auch alle zu Hause geschlafen.“

Schlafen verboten ist am Samstag vor allem gegen Münsters Top-Stürmer Matthew Taylor. Der Amerikaner hat in der Liga bislang sieben Mal getroffen und warf mit drei Toren beim 4:2-Erfolg gegen Werder Bremen den Bundesligisten quasi im Alleingang aus dem DFB-Pokal. „Taylor macht für Münster den Unterschied in der Liga“, weiß Jürgen Luginger um den Wert des 30-Jähirgen für die Mannschaft seines Kollegen Pavel Dotchev. Dotchev muss weiter auf die Dienste des Ex-Saarbrückers Clement Halet verzichten, der Abwehrspieler befindet sich wie Mannschaftskollege Dominik Schmidt nach einem Kreuzbandriss noch in der Reha.

Statistik beweist Gefahr

Warum der Aufsteiger im Moment die ganze Liga hinter sich lässt, verdeutlicht ein Blick auf die Statistik. Münster ist vor allem direkt nach der Pause enorm gefährlich. Sieben Mal trafen die Spieler mit dem Adler auf der Brust in der ersten Viertelstunde nach Wiederbeginn. Drei Tore fielen in der Nachspielzeit – das unterstreicht die körperliche und mentale Stärke. „Wir glauben immer an uns und haben auch immer noch etwas zuzusetzen“, betonte Matthew Taylor nach dem eher schmeichelhaften 1:0-Erfolg gegen Borussia Dortmund II am Wochenende. „Ich kenne Taylor“, sagt Saarbrückens kanadischer Nationalspieler John Adam Straith. Auf die Frage, ob er auch weiß, wie man ihn stoppen kann, anwortet Straith mit einem Lächeln und einem erhobenen Daumen. Vielleicht sind es ja die kleinen Gesten und Dinge, die den FCS wieder zu alter Heimstärke zurückführen.

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