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1. FCS : Keine Stimmung mehr im Stadion

Viele befürchten, dass Dresdens Fans die des FCS übertönen werden.

Viele befürchten, dass Dresdens Fans die des FCS übertönen werden.

Saarbrücken. 1. FC Saarbrücken gegen Dynamo Dresden – morgen um 18.30 Uhr findet die Begegnung zweier deutscher Fußball-Traditionsvereine im Saarbrücker Ludwigsparkstadion statt. Wer den 3:0-Sieg der Dresdner beim Drittliga-Hinspiel erlebt hat, hat zwei Dinge sicher nicht vergessen: das wohl modernste Stadion der Spielklasse und 17 000 gelb-schwarze Anhänger, die ihre Mannschaft bedingungslos angefeuert haben

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Mangelhafte Unterstützung der Blau-Schwarzen für ihre Mannschaft

Von beidem kann man beim FCS derzeit nur träumen. Während die Fans am Zustand der Spielstätte aber kaum etwas ändern können, gibt die zuletzt meist mangelhafte Unterstützung der Blau-Schwarzen für ihre Mannschaft ernsthaften Anlass für Bedenken. „Die Stimmung ist schlechter geworden, das muss man einfach so eingestehen“, sagt Thomas Helfen vom FCS-Fanausschuss, „man kann nur versuchen, seinen Nachbarn zum Mitmachen zu animieren. Manche stehen nur im Fanblock, weil es cool ist. Singen oder Unterstützen ist nicht deren Ding. Aber wir können sie ja auch nicht rauswerfen.“

Der Fanausschuss wurde 2008 gegründet und versteht sich als unabhängiges Gremium, das die Interessen der Fans auch gegenüber dem Verein vertritt. Nach dem Spiel gegen die TuS Koblenz, als 400 Gästefans lauter waren als 5000 Saarländer, unterstützte auch der Fanausschuss die Bemühungen um eine „blau-schwarze Wand“. Die seit Jahren zerstrittenen und darum zersplittert im Stadion stehenden Anhänger sollten auf Anregung von Sportdirektor Dieter Ferner gemeinsam aus den Blöcken F und E das Team anfeuern (wir berichteten). „Dadurch ist natürlich der Wechselgesang zwischen D-, E- und F-Block verloren gegangen“, erklärt Helfen, „aber die verschiedenen Gruppen gehen aufeinander ein. Vielleicht sollte man noch die Texte einiger Lieder der Fangruppe Virage Est verteilen, damit alle mitsingen können. Manchmal schafft es die Stimmung auch nicht, von unten in der Kurve bis ganz nach oben zu kommen. Aber ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg.“

Viele kommen nur noch zum Fußball-Schauen

Und warum ist die Stimmung unter den FCS-Fans auswärts meist besser als im „Park“? Wieso sind die Anfeuerungsrufe von 200 FCS-Kehlen in Heidenheim deutlich lauter, als die von 5000 in Saarbrücken? „Auswärts müssen alle in einen Block. Das und die zahlenmäßige Unterlegenheit motiviert zum Mitmachen“, sucht Chris Haas von der Fanvereinigung „Exilanten“ nach Antworten. Die Exilanten sind Fans, die außerhalb des Saarlandes wohnen und darum mehr bei Auswärtsspielen des Vereins vor Ort sind. „Vielleicht hat sich auch die Fankultur gewandelt“, sagt Haas, „viele kommen nur noch zum Fußball-Schauen ins Stadion und klatschen nur, wenn ein Tor fällt.“

Tore werden auch gegen Dresden der Schlüssel zur besseren Stimmung sein. Das weiß natürlich auch Sportdirektor Dieter Ferner: „Das war vor 50 Jahren im Fußball so und wird in 50 Jahren so sein: Der Funke muss einfach vom Rasen auf die Ränge überspringen.“

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