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1. FCS: Trainer Luginger vor Pokalspiel gegen Werder Bremen kämpferisch

Irgendwie unerbittlich läuft auf der Internetseite des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen der Countdown zum DFB-Pokalspiel beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken. An diesem Sonntag ab 14.30 Uhr will Werder im dritten Anlauf endlich bei einem Drittligisten die zweite Runde dieses Wettbewerbs erreichen.

Wie man die Hanseaten ausschaltet, haben der 1. FC Heidenheim und Preußen Münster in den vergangenen beiden Jahren vorgemacht. „Für uns ist es ein Endspiel, aber wir haben nichts zu verlieren“, beschreibt FCS-Trainer Jürgen Luginger die Situation, „wenn wir Tugenden wie Herz, Leidenschaft und Einsatz zeigen, wenn wir alles tun, es dem Gegner so schwer wie möglich machen, wenn wir nach Ballgewinn schnell umschalten, dann werden wir auch gegen Bremen unsere Chancen bekommen“.

Einen Zusammenstoß der Bremer Spieler Mehmet Ekici und Aron Hunt im Training am Donnerstag als Nervosität zu deuten, ist sicher übertrieben. Dass der neue Werder-Trainer Robin Dutt sein Pflichtspiel-Debüt gewinnen muss, um etwas Ruhe ins aufgeregte Umfeld zu bekommen, aber sicher nicht. Zumal am Freitag unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert wurde. Der Nachfolger von Thomas Schaaf erklärte: „Wir wollen Dinge einstudieren, die der gegnerische Beobachter nicht sehen soll. Auch Standards. Und du kannst als Trainer auch mal anders mit den Spielern umgehen, ohne befürchten zu müssen, dass es gleich in den Blöcken der Journalisten landet.“

Nicht nur in Bremen liegt ein gewisses Knistern in der Luft. Nach dem Liga-Fehlstart erwarten die FCS-Fans von ihrer Mannschaft eine Trotzreaktion. Zumindest kämpferisch muss der FCS dem Bundesligisten Paroli bieten, sonst wird der Druck vor dem Saarderby gegen die SV Elversberg (Samstag, 10. August, 14 Uhr) enorm. „Jetzt ist Pokal“, sagt Luginger, „über die Liga reden wir nächste Woche“.

In dieser Woche wurde beim FCS über zwei Spieler gesprochen – aber nicht wie bei den Bremern Ekici und Hunt wegen „guter Aggressivität im Training“. Viele hatten Marc Lerandy und Marcel Ziemer als Hauptschuldige des 1:5 am vergangenen Samstag bei Aufsteiger Holstein Kiel ausfindig gemacht. „Wir haben als Mannschaft versagt“, sagt Kevin Maek, „bei uns war das kein Thema. Beide sind erfahren genug, mit der Situation umzugehen, und wir helfen ihnen dabei“.

 Dutt und Luginger trennen zwei Ligen, trotzdem haben sie eines gemeinsam. Auch wenn Luginger sagt: „Dieses Spielchen erlebe ich hier schon seit drei Jahren.“ Bei einer Niederlage im Pokal wird beim Verlierer ein ganz anderer Countdown ticken – deutlich lauter, unaufhörlich, unerbittlich

Hintergrund
„Wir haben bislang 12.500 Karten verkauft“, sagte Dieter Weller, Schatzmeister des 1. FC Saarbrücken, am Freitag: „Ich bin guter Dinge, dass es 18.000 Zuschauer werden.“ Ob sie FCS-Abwehrchef Nils Fischer sehen, entscheidet sich an diesem Samstag, wenn Fischer nach seiner Schulter-Zerrung wieder mit der Mannschaft trainiert. Im Kader wird wohl Philipp Hoffmann aus der Oberliga-Elf des FCS stehen, der unter der Woche einen guten Eindruck hinterließ. Bei Bremen wird der Ex-Saarbrücker Johannes Wurtz fehlen. Er soll an einen Zweitligisten ausgeliehen werden. cor



 
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