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1. FCS mit 2:3-Heim- Niederlage gegen RB Leipzig

FCS-Spiel gegen Leipzig

FCS-Spiel gegen Leipzig



11.194 Karten hatte Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken für das Spiel gegen RB Leipzig am Samstag verkauft – jeder, der die 2:3 (1:1)- Niederlage des FCS nicht gesehen hat, dürfte sich ärgern. Denn die Sachsen waren eine der stärksten Mannschaften, die sich in den letzten dreieinhalb Drittliga-Jahren im Ludwigspark vorgestellt hatten. Am verdienten Sieg der „Roten Bullen“ herrscht darum ebenso wenig Zweifel wie an der Tatsache, dass der FCS die Möglichkeit zur Überraschung und damit zum Verlassen der Abstiegsränge vertan hat.

49 Minuten waren gespielt, als Serkan Göcer – beim Stand von 2:1 für den FCS – Richtung Leipziger Tor rannte. Ein Torabschluss war möglich, den in der Mitte mitgelaufenen Maurice Deville anzuspielen die bessere Alternative. Doch Göcers Flanke war zu unpräzise, landete in den Armen von Torwart Erik Domaschke. FCS-Trainer Milan Sasic analysierte die vielleicht spielentscheidende Situation so: „Da muss man flach in die Mitte passen. Wenn du deine 100-prozentigen nicht machst, wirst du bestraft.“

Zunächst bestrafte aber Marcel Ziemer die Leipziger Innenverteidigung für ihre Schlafmützigkeit in der Anfangsphase beider Halbzeiten. Nach fünf Minuten kochte der Wormser im FCS-Trikot Fabian Franke ab und schob an Domaschke vorbei zum 1:0 ein. Drei Minuten nach Wiederanpfiff nutzte Ziemer einen Stellungsfehler von Sebastian Heidinger zum 2:1. Ballannahme, der Blick zum Tor, das Erkennen, dass der Torwart zu weit vor dem Kasten steht, der präzise Schuss aus 25 Metern – die Aktion unterstrich die Extraklasse des Saarbrücker Stürmers. „Aber was bringt das?“, fragte Ziemer angefressen, „wir haben keine Punkte.“

Daran ist neben der Stärke der Gäste der FCS auch selbst schuld. „Tore nach Standardsituationen ärgern mich sehr“, schimpfte Sasic, „da gibt es eine klare Zuordnung.“ Die stimmte beim 1:1 (15.) nicht, als Franke im Anschluss an eine Ecke unbedrängt einköpfen konnte. Die stimmte beim 2:2 nicht, als der überragende Yussuf Poulsen zunächst an FCS-Schlussmann Timo Ochs scheiterte, Joshua Kimmich den Nachschuss aber im Tor unterbrachte. Und die Zuordnung stimmte beim 2:3 (78.) nicht, als nach einer Freistoßflanke Tobias Willers völlig frei zum Schuss kam.
Der FCS spielte deutlich besser als beim 2:1-Erfolg in Burghausen, doch „dafür können wir uns nichts kaufen“, meinte Sasic trocken, war sich aber sicher: „Diese Niederlage wirft uns nicht um.“ cor
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