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10 000 Besucher beim Kirkeler Mittelaltermarkt

Kirkel. Die Schwerter ruhen frei auf ihren Köpfen, die vier Tänzerinnen von Shabanna Atesh warten geduldig, bis sich die Freyen Spielleut Kirkel auf der Hauptbühne des Mittelaltermarktes am Fuße des Burgturms in Position gebracht haben. Und dann geht es los: Dudelsack, Trommel und Pfeife erklingen, die vier von Shabanna Atesh beginnen mit ihrem Tanz. Und es passiert das, was in diesen Momenten beim Kirkeler Mittelaltermarkt immer passiert: Vor der Bühne sammeln sich im engen Kreis begeisterte Besucher, die Spielleut sorgen für treibenden Rhythmus, die Tänzerinnen werden für Minuten zum dankbaren Motiv für die Fotografen. Da heißt es „Haltung bewahren“ - und dass das nur eine von vielen Stärken von Sirona Farideh, Kahina Sayeh, Nelofar Parvaneh und Aaminah Meira, so die klangvollen Künstler- Namen der vier, weiß man als regelmäßiger Besucher des Mittelaltermarktes.

Doch das mittelalterliche Wochenende in Kirkel auf die Freyen Spielleut Kirkel und Shabanna Atesh, gleichwohl beide Gruppen seit Jahren dem Markt Charakter verleihen, zu reduzieren, würde alleine nicht dem gerecht werden, was auch in diesem Jahr wieder rund 10 000 Besucher aus dem ganzen Saarland, der Pfalz und durchaus darüber hinaus auf die Kirkeler Burg gelockt hat. Stelzenläufer, Ritterlager, deftige Küche, prächtige Gewänder: All das machte auch die 2012er Auflage des Kirkeler Mittelaltermarktes zu einem lohnenswerten Ausflugsziel.



Und Sarah Guthor vom Amt für Kultur, Sport und Tourismus der Gemeinde hatte sich zusammen mit ihren Mitstreitern wieder einiges einfallen lassen, um so das Gleichgewicht zu halten zwischen beliebtem Bekannten und reizvollem Neuen. „Wir präsentieren zum Beispiel immer zwei Mittelaltermusikgruppen. Da wären zum einen die Freyen Spieleut Kirkel als traditionelle Gruppe bei uns auf der Burg. Zum anderen gibt es in diesem Jahr die Formation Cantoris aus Plauen.“ Die brachten nicht nur Musik mit nach Kirkel, sondern auch ein witziges Kinder- Ritterturnier. „Dann haben wir natürlich unsere beliebten Zauberer, Gaukler und Burgnarren Kai Borchers als Kalibo. Der darf natürlich nicht fehlen. Und eben zum ersten Mal diesen Stelzenläufer in Gewand eines mittelalterlichen Vogelwesens.“ Für Sarah Guthor auch wichtig: „Wir haben in diesem Jahr sehr viel darstellendes Handwerk zu bieten. Wir zeigen Drechsler, Schmiede, Korbflechter und mehr. Ich denke, dies trägt viel dazu bei, dass unser Markt authentisch ist.“ Feuershows mit Shabanna Atesh und Thomas Bronder in der Nacht zum Sonntag rundeten das Spektakel auf der Kirkeler Burg stimmungsvoll ab. „Das war wirklich Klasse“, zeigte sich Sarah Guthor am Sonntag immer noch begeistert.

In Sachen Publikumsandrang präsentierte sich der Samstag, so Guthor, „wirklich gut“, auch wenn das Champions League-Finale für ein bisschen weniger Andrang gesorgt hatte. „Doch der Sonntag reißt wie in jedem Jahr alles raus.“
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