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10.000 Schuss Munition gehortet: Saarländer (58) verurteilt

Ein ehemaliger Jäger und Sportschütze aus dem Regionalverband Saarbrücken ist wegen des illegalen Besitzes von mehr als 10?000 Schuss Munition zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Außerdem muss der arbeitslose Maschinenschlosser 100 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten und 600 Euro Geldbuße an die Landeskasse zahlen.

Damit blieben die Richter unter dem Strafantrag des Oberstaatsanwalts. Der Anklagevertreter hatte eine Haftstrafe von drei Jahren ohne Bewährung gefordert. Begründung: Der einschlägig vorbestrafte 58 Jahre alte Mann habe kiloweise Munition in einem Kellerraum gehortet. Darunter seien auch 50 Patronen mit Leuchtspurmunition gewesen, die unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen. So etwas sei unverantwortlich und extrem gefährlich. Man müsse sich nur einmal vorstellen, was bei dieser Menge an ungesichertem Sprengstoff alles hätte passieren können, beispielsweise bei einem Feuer in dem Haus. Die Gefährlichkeit seiner Munition hatte der Angeklagte ab einem gewissen Punkt offenbar nicht mehr gesehen. Nach eigener Aussage hatte er die Munition zwischen 1998 und 2000 gleich kistenweise gekauft. Damals war er Jäger und Sportschütze, hatte etwa zehn Lang- und Kurzwaffen legal in Besitz. Und die Munition dafür habe er sehr billig bekommen – statt 98 Pfennig pro Schuss habe er nur sieben Pfennig zahlen müssen. Also habe er zugeschlagen – und anschließend an einem Tag auf dem Schießstand „bei den Amerikanern in K-Town“ (Kaiserslautern) auch mal 300 Schuss abgegeben. Im Jahr 2006 war damit aber Schluss. Es stellte sich heraus, dass der frühere Freiberufler manche Waffen zwar legal besaß, er hatte aber auch sechs illegale Schusswaffen – darunter zwei Maschinenpistolen, die als Kriegswaffen gelten.

Der Mann wurde deshalb 2006 in seinem ersten Strafprozess zu einer Gefängnisstrafe von 15 Monaten auf Bewährung verurteilt. Seine illegalen Waffen wurden eingezogen, seine ehemals legalen Waffen und seine Waffenbesitzkarte musste er abgeben. Das hätte er auch mit der Munition machen müssen. Doch die Kiste mit den Patronen blieb, wo sie war. Der Angeklagte nahm sie auch bei einem Umzug mit in sein neues Heim. Dort deponierte er die große Kiste in einem Abstellraum im Keller. Eigentlich hätte er sie ja bei der Polizei abgeben wollen, sagte der 58-Jährige. Aber dann habe der Vermieter Zementsäcke vor die Tür des Abstellraums gelegt und später sogar Möbel. Also sei er nicht mehr in die Abstellkammer gekommen. Später habe er die Munitionskiste vergessen. Bekannt wurde die Lagerung der Munition schließlich bei einem Streit mit dem Vermieter. wi

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