A1 Saarbrücken Richtung Trier Zwischen AS Eppelborn und AS Tholey Gefahr durch defekten LKW, Baustelle (11:44)

A1

Priorität: Sehr dringend

12°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
12°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

100 Partner für den Aufstieg

Homburg. Fußball-Oberligist FC Homburg hat ein großes Ziel: Aus dem Oberligisten soll möglichst schnell ein Regionalligist werden. Dafür braucht's nicht nur Punkte, sondern auch Geld. Deshalb wollen die Verantwortlichen neue Wege gehen, um an Sponsoren zu kommen. Beim Besuch der Homburger SZ-Redaktion erläuterten FCH-Vorsitzender Herbert Eder, der zweite Vorsitzende Rafael Kowollik und Aufsichtsratsmitglied Peter Müller das Konzept eines "Pool-Partner Clubs 08".

Das ehrgeizige Ziel ist klar: "Wir wollen in den kommenden sechs Monaten 100 Partner finden, von denen jeder mindestens 500 Euro dem Verein zur Verfügung stellt", so Müller. Neben der ersten Mannschaft soll vor allem der Jugendbereich von diesem Sponsoren-Pool profitieren. Wichtig ist den Verantwortlichen, dass die neue Art des Sponsorings nicht im stillen Kämmerlein, sondern komplett offen stattfinden soll. "Wir wollen ein neues Wir-Gefühl schaffen in der Stadt, wollen Sympathien zurückgewinnen. Deshalb werden wir auf die Menschen zugehen", kündigte Müller an. Den Weg ins Rathaus hat man schon gesucht, Oberbürgermeister Karlheinz Schöner weiß Bescheid über das Vorhaben, "und", so Kowollik, "wir haben ein gutes Verhältnis zum Stadtmarketing-Beigeordneten Axel Ulmcke". Aber die Eigeninitiative steht im Vordergrund: "Wir gehen auf die Stadt zu, der OB verspricht, uns im Rahmen seiner Möglichkeiten zu unterstützen, ohne natürlich die anderen Vereine links liegen zu lassen. Wir wollen alles erst einmal selbst machen, wollen die 100 Partnerschaften an den Mann bringen. Zehn Zusagen sind da, wenn die festgemacht sind, läuft die Aktion von selbst richtig an", gibt sich Müller optimistisch.

Für Herbert Eder ist klar, dass mehr Grün-Weiß wieder in die Stadt muss. "Es gibt in der City nur noch ein Geschäft mit grün-weißem Schal im Fenster. Das war mal anders." Die neuen Partner haben natürlich auch Vorteile. "Es wird einen eigenen Vip-Bereich geben, besondere Betreuung während der ganzen Saison und besondere Sitzplätze", kündigte der FCH-Chef an. Wenn es gelänge, ein neues Wir-Gefühl, eine neue Solidarität zu schaffen in der Stadt, könne man sportlich nach oben sehen. "Es wäre enorm wichtig für den Kreis und die Region, wenn wir den ersten Aufstiegsschritt machen könnten. Von unserer neuen Aktion erhoffen wir uns Signalwirkung", so Eder.

Das Projekt Aufstieg steht und fällt mit den Zuschauerzahlen. Eder kalkuliert mit einem Schnitt von 600 pro Spiel und betont, dass die Eintrittspreise seit drei, vier Jahren stabil geblieben seien. "Wenn die Leute merken, es geht um den Aufstieg, kommen sie auch ins Waldstadion."

Informationen über das Projekt Aufstieg 2010 gibt es im Büro des Vorsitzenden Herbert Eder unter Telefon (06841) 9 93 00 30.

"Wir werden auf die Menschen zugehen."

Peter Müller, Aufsichtsrat

FC Homburg

Meinung

Liga fünf ist einfach zu wenig

Von SZ-Redakteur

Ralph Schäfer

Hand aufs Herz: Oberliga auf Dauer ist für eine Stadt wie Homburg und für einen Verein wie der FC Homburg einfach zu wenig. Dafür ist die große Zeit der Lenz' und Friedmanns einfach noch zu präsent. Damals, als auch die Großen mit den Lederhosen von jenseits des Weißwurst-Äquators im ehrwürdigen Waldstadion Punkte und gute Laune ließen, war ein starkes Wir-Gefühl in der Stadt durchaus selbstverständlich. Zugegeben - in Liga eins ist die Schaffung desselben ungleich einfacher, als in Liga fünf. Aber mit dem Ziel Aufstieg und entsprechenden Leistungen sollte es dem Verein gelingen, Solidarität und Begeisterung in einem Maße zu wecken, das Grün-Weiß wieder zu angesagten Farben in der Stadt macht. Wichtig ist das Bekenntnis zum selbst Anpacken: Die Fans werden den ehrenamtlichen Einsatz am Kassenhäuschen honorieren.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein