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1:1: FCS verschenkt Sieg gegen Chemnitz

Nach neun Drittliga-Siegen in Folge hat der 1. FC Saarbrücken wieder einmal nicht gewonnen.

Nach neun Drittliga-Siegen in Folge hat der 1. FC Saarbrücken wieder einmal nicht gewonnen.

Saarbrücken. 2007 ein 2:2 bei Borussia Neunkirchen. 2008 ein 0:0 gegen die SV Elversberg II. 2009 ein 0:6 gegen Elversberg I. 2010 ein 0:2 bei Kickers Offenbach. Der 1. FC Saarbrücken kann scheinbar keine Saisonauftaktspiele gewinnen. Auch gegen Aufsteiger Chemnitzer FC reichte es am Samstag in der 3. Fußball-Liga nur zu einem 1:1 (1:1). Dabei hätte der FCS gewinnen müssen.



„Mit der Leistung bin ich nicht unzufrieden“, sagte Jürgen Luginger, „nur das Ergebnis passt nicht so“. Was der FCS-Trainer nicht aussprach, sahen 6835 Zuschauer im Ludwigspark-Stadion: Saarbrücken verschenkte gegen einen biederen Aufsteiger den Sieg. Nach 15 Minuten vergeigte Stephan Sieger die erste von drei „Hunderprozentigen“. Er stand im Fünfmeterraum allein vor Philipp Pentke, konnte sich die Ecke aussuchen – und scheiterte am glänzend reagierenden Chemnitzer Torwart. Auch 20 Minuten später war Pentke Endstation. Sven Sökler und Manuel Stiefler kombinierten Ufuk Özbek frei. Der stand ebenfalls frei vor Pentke und konnte sich ebenso die Ecke aussuchen – traf aber nur den Schlussmann.



„Wir hatten die klaren Chancen, die überhaupt gar keine“, sagt Christian Eggert verärgert. Er machte in der FCS-Innenverteidigung ein gutes Spiel. Saarbrücken hatte nach 20 Minuten das Kommando übernommen, versuchte mit Kombinations-Fußball zum Erfolg zu kommen. Der letzte Pass fehlte aber meistens noch.  „Wir brauchen noch ein paar Spiele“, sagte Stürmer Markus Fuchs, „noch passt es nicht ganz“. Einmal passte es. Nach einem Freistoß von Sökler war Fuchs mit dem Kopf zur Stelle, traf zum 1:0 (40. Minute). „Aber es ist einfach Scheiße, wenn du ein Tor machst und trotzdem nicht gewinnst“, sagte der „Fuchser“.

Das 1:1 fiel aus heiterem Himmel. Einen Kopfball von Stürmer Benjamin Förster konnte FCS-Torwart Enver Marina zur Seite klären. Nach dem folgenden Querpass von Florian Hörnig in den Fünfmeterraum traf Andreas Richter (45.). „Nachdem Enver den Ball hält, haben wir uns selbst den Stecker gezogen“, sagte Eggert kopfschüttelnd, „da müssen wir einfach hellwach sein und klären.“

Auch nach der Pause war der FCS die bessere Mannschaft mit den besseren Chancen. Für Gesprächsstoff sorgten aber die Tore, die nicht fielen. Zuerst verweigerte Schiedsrichter Christian Leichner aus Weihmichl den Gästen einen Treffer. Die Saarbrücker Martin Forkel und Marc Lerandy behinderten sich gegenseitig, Leichner sah aber ein Foul des vermeintlichen Torschützen Marcel Schlosser (88.) – Fehlentscheidung. Praktisch im Gegenzug spielte Sökler den eingewechselten Marcel Ziemer frei. Der Stürmer schoss ohne Bedrängnis und aus elf Metern meilenweit über das leere Tor (89.). Eine unglaubliche Szene.

So zeigte der FCS zwar eine ordentliche Leistung, ohne sich dafür aber zu belohnen. Luginger sagte: „Man sieht: Es gibt noch einiges zu tun.“

Kuppig hat das letzte Wort

Saarbrücken.  Robert Wulnikowski von den Offenbacher Kickers stand am Freitag im Spiel beim 1. FC Heidenheim (1:2) taumelnd im Tor. Er war mit FC-Spieler Mathias Wittek zusammengeprallt, wollte weiterspielen. Zehn Minuten später wurde der Torwart benommen ausgewechselt. Viele fragen sich, warum sein Trainer Arie van Lent das nicht früher tat.
 „Wenn ich als Arzt sage, ein Spieler ist aus medizinischer Sicht nicht mehr spielfähig, wird der Trainer nicht widersprechen. Es gibt medizinisch klare Anhaltspunkte. Wenn die zutreffen, geht’s nicht weiter“, sagt Roland Kuppig. Er ist neuer Mannschaftsarzt des 1. FC Saarbrücken, löste den zu Erstligist 1. FC Kaiserslautern gewechselten Markus Pahl ab. Der frühere FCS-Spieler hatte bei seinem ersten Pflichtspiel-Einsatz viel zu tun. Am Samstag prallte Kai Gehring in der 24. Minute mit Florian Hörnig vom Chemnitzer FC zusammen. Der FCS-Verteidiger spielte weiter. „In der Pause erklärte er, er sehe verschwommen und könne sich an die letzten zehn Minuten nicht erinnern“, sagt Kuppig. Gehring wurde ausgewechselt, kam ins Krankenhaus. Die Untersuchung ergab: kein Bruch, keine Blutung. Kuppig: „Er hat zwei Tage Pause, es ist nicht davon auszugehen, dass er länger ausfällt.“ Wulnikowski erlitt dagegen eine Gehirnerschütterung samt Jochbeinbruch. cor

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