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120.000 Euro Kosten: Saar-Landtag will seinen Internet-Auftritt modernisieren

Zu bieder: Die Internet-Präsenz des Saar-Landtags.

Zu bieder: Die Internet-Präsenz des Saar-Landtags.

Saarbrücken. Der Saar-Landtag will sich 2011 mit einem neuen Internet-Auftritt präsentieren. Das kündigte Landtagspräsident Hans Ley (CDU) im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung an. Die zehn Jahre alte Darstellung des Parlaments im weltweiten Netz sei völlig veraltet und entspreche nicht mehr dem neuesten Stand der Kommunikationstechnik. Etwa 120 000 Euro will die Landtags-Verwaltung in das Projekt stecken. Das Geld soll im Haushalt des nächsten Jahres veranschlagt werden.

 „Diese Verbesserungen sind auch notwendig“

Der Wunsch nach einer überarbeiteten Internet-Präsentation sei sowohl von den Fraktionen als auch von Mitarbeitern der Verwaltung an die Landtags-Spitze herangetragen worden, erläuterte Ley. „Und diese Verbesserungen sind auch notwendig“, urteilte er angesichts der gegenwärtig recht biederen Darstellung im Netz. Vor allem die jungen Abgeordneten hätten auf die Verbesserungsnotwendigkeiten hingewiesen. Darüber hinaus würden die Wartungsarbeiten angesichts der alten Technik immer teurer.

Mehr Benutzerfreundlichkeit, leichtere Recherchen, unkomplizierte Zugriffe

Man wolle den Internet-Nutzern ein modernes Angebot machen, sagte Ley: mehr Benutzerfreundlichkeit, leichtere Recherchen und unkomplizierte Zugriffe auf Dokumentationen. Mit wenigen Klicks käme man dann an die gewünschten Informationen. In der Vergangenheit habe es zwar immer wieder kleinere Verbesserungen gegeben. Aber im Vergleich zu anderen Bundesländern, die ihren Netz-Auftritt schon längst überarbeitet hätten, „haben wir großen Nachholbedarf“, befand Ley. Der Landtag strebe eine für „das Saarland angemessene Lösung“ an. Dies gelte auch für den finanziellen Aufwand. Man sei dabei, entsprechende Angebote einzuholen. Natürlich gebe es bei solchen Projekten stets ein Pro und Kontra wie beispielsweise bei der Landtags-Renovierung. Ley will sich allerdings nicht den Vorwurf machen lassen, in Sachen Internet zu wenig getan zu haben.

Zwischen 200 000 und 600 000 Euro für neue Internet-Präsenzen

Andere Landtage legten für ihre Internet-Präsenz schon mal zwischen 200 000 und 600 000 Euro hin, ergänzte der stellvertretende Landtagsdirektor, Andreas Catrein. Bei einer zehn Jahre alten Web-Darstellung wie der des saarländischen Landtags, käme man um einen „kompletten Relaunch“ nicht umhin. Die Programmierkosten seien dabei ein entscheidender Kostenfaktor.

Der Landtag in Rheinland-Pfalz hat sich vor zwei Jahren im Netz neu aufgestellt. Das schleswig-holsteinische Parlament ist gerade dabei, seinem neuen Internet-Auftritt den letzten Schliff zu geben. Über die Notwendigkeit einer verbesserten Präsentation habe es keine großen Diskussionen gegeben, sagte Pressesprecher Carsten Maltzan. Die neuen Suchfunktionen und Dokumentations-Möglichkeiten hätten sich bereits bewährt. Die Bremische Bürgerschaft, das Landesparlament, hat in den vergangenen Jahren schrittweise ihre zehn Jahre alte Präsenz im Internet aufgefrischt. Dafür seien rund 80 000 Euro aufgewendet worden, erläuterte Sprecher Horst Monsees.

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