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130 Millionen für Ferienpark am Bostalsee

Dieses computeranimierte Bild zeigt, wie der Park am See aussehen soll.

Dieses computeranimierte Bild zeigt, wie der Park am See aussehen soll.

Nohfelden. Am Bostalsee entsteht erst der zweite neue Center-Park in Deutschland. Daran erinnerte Manfred Thinnes, Projektleiter der Landesbank Saar, bei der Vorstellung des Finanzierungskonzeptes für den Parkbau (wir berichteten). Warum der Standort im nördlichen Saarland für Center Parcs so interessant ist, erläuterte bei der Pressekonferenz in der Saar-LB am Mittwoch Frédéric Durousseau, Planungsdirektor von Center Parcs France: „Unsere Kunden sind in erster Linie Familien mit Kindern. Diese reisen zum Kurzurlaub mit dem Auto an.“ Der Vorteil des Bostalsees hierbei: Durch die gute Anbindung ans Autobahnnetz umfasst das Einzugsgebiet bei zwei Stunden Fahrzeit 12,8 Millionen Einwohner.




Ganzjährige Touristendestination

Kurt Sarstrup, der für die Vermarktung der Ferienhäuser zuständig ist, geht gar von einem Einzugsgebiet von drei Stunden und rund 23 Millionen Menschen aus. Zum zweiten liege der Bostalsee in der Grenzregion zu Frankreich, Luxemburg und Belgien. Durousseau: „Wir werden von den unterschiedlichen Perioden der Schulferien profitieren.“ Zum dritten sei der See schon heute ein Tagesausflugsziel im Sommer. Der Center-Parc-Manager: „Durch den Park wird sich der See in eine ganzjährige Touristendestination verwandeln.“ Durousseau lobte auch die politisch Verantwortlichen.

Von Anfang an sei deutlich geworden, wie sehr sich das Saarland für das Projekt engagiere. Der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald (CDU) ging auf den Wirtschaftsfaktor Ferienpark näher ein. 300 bis 350 neue Arbeitsplätze sollen entstehen.

Schon heute arbeiteten im St. Wendeler Land 2000 Menschen in der Tourismusbranche. Er erwarte, dass sich mit dem Park die Übernachtungszahl der Region von 300 000 im Jahr auf über eine Million erhöhe. Durchschnittlich rechne man mit 2500 Besuchern täglich im Park. Durch das offene Parkkonzept profitiere auch die Region.

Das Saarland bekannter machen

Recktenwald: „Jeder Euro, den wir in den Tourismus investieren, bringt das Achtfache an Wertschöpfung zurück.“ Dass durch die Vermarktung von Center Parcs nicht nur der See profitiere, davon zeigte sich Nohfeldens Bürgermeister Andreas Veit (CDU) überzeugt: „Mit dem Projekt wird es gelingen, das Saarland bekannter zu machen. Das ist eine Wirkung, die über die Gäste des Ferienparkes hinausgeht.“

Davon scheinen auch die Finanziers des Neubaus überzeugt zu sein. Denn die 86 Millionen Euro an Krediten, die die Investoren aufnehmen müssen, kommen von der Landesbank Saar, der saarländischen Investitionskreditbank, den sieben Sparkassen im Saarland und den vier rheinlandpfälzischen Sparkassen aus der angrenzenden Region, die Sparkassen Kusel, Birkenfeld, Trier und Rhein-Nahe. Diese glauben, dass der Park auch in die Nachbarregionen ausstrahlen wird, unterstrich Manfred Thinnes von der Saar-LB. Denn warum sollte ein Parkgast nicht auch Trier oder Idar-Oberstein besuchen?

Mit im Boot ist auch die Kreissparkasse St. Wendel. Es sei gelungen, mit den regionalen Sparkassen ein tragfähiges Finanzierungskonzept zu erarbeiten, so Klaus-Dieter Schmitt, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse. Der Bau des Ferienparkes mit seinen 500 Häusern und einer großen Zentraleinheit kostet 130 Millionen Euro. Die Erschließung des 90 Hektar großen Geländes läuft. Über die Arbeiten können sich die Interessenten beim Baustellenfest am Freitag, 26. August, überzeugen. Dann können auch die ersten Musterhäuser besichtigt werden.

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