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1350 junge Saarbrücker wurden eingeschult

Beim ökumenischen Gottesdienst zum Schulanfang in der Christkönigkirche.

Beim ökumenischen Gottesdienst zum Schulanfang in der Christkönigkirche.

Saarbrücken. Die Christkönigkirche bot gestern eine prächtige Kulisse für den Schulanfang der Arnulfschule in St. Arnual. Die Sonne lachte durch die bunten Bleiglasfenster, und den Weg zum Altar hatte man mit einer Lichtspur aus Kerzen vorgezeichnet. „Das ist ein ganz besonderer und einmaliger Tag im Leben der Kinder“, sagte Pfarrer Arno Wolf, der mit Pastor Peter Rudolph einen ökumenischen Gottesdienst zelebrierte.

Auch an allen anderen Grundschulen im Raum Saarbrücken wurden die Einschulungen von Gottesdiensten begleitet, so wie das Tradition ist. Wolf und Rudolph ließen die Kinder ihre Schultüten in die Luft halten, das gab ein herrlich buntes Bild in der vollbesetzten Kirche. Ein Gebet der Kinder und ein Gebet der Eltern für ihre Kinder standen auf dem Programm mit kindgerechten Texten und Liedern.

„Wir müssen dafür sorgen, dass die Kinder auch in der Schule Kinder bleiben dürfen“, sagte Pfarrer Wolf und appellierte an Eltern und Lehrer, den Begriff vom „Ernst des Lebens“ nicht allzu ernst zu nehmen. In der Schule hat man damit aber kein Problem. Der erste Schultag war ein Erlebnis für die Kinder. Die Zweitklässler hatten schon vor den Ferien ein Kindermusical einstudiert und probten während der Messe ein letztes Mal, um die Neuankömmlinge herzlich begrüßen zu können. „Nils lernt lesen“, hieß das Stück und bot den Abc-Schützen einen unterhaltsamen Empfang. Die Eltern des Schulfördervereins hatten ein Kuchenbüfett vorbereitet, dort wurden die wartenden Eltern versorgt, während die Kinder eine erste Unterrichtsstunde hatten.

Ab heute, Freitag, ist regulärer Unterricht, wobei die Kleinen natürlich spielerisch an den Unterrichtsalltag herangeführt werden. In St. Arnual sind 60 neue Schüler in drei Klassen begrüßt worden, im Raum Saarbrücken insgesamt 1350. Für die Eltern ist das mit Kosten verbunden. Jasmin Kleinbauer kaufte für ihren Sohn Leon neben Büchern und Heften auch Pinsel und Stifte, Blöcke, eine neue Trinkflasche, einen Frühstücksbox und Kleinigkeiten für insgesamt rund 100 Euro. „Das muss man ausgeben, und das fällt einem auch nicht schwer, weil es eine Herzensangelegenheit ist“, sagte die stolze Mutter. Daniela Letter stimmt ihr zu. Sie hatte als Mutter des Schulneulings Marco den gleichen Aufwand. Auch der Tagesablauf ändere sich mit dem Schulbesuch nur geringfügig für beide Familien, da die Kinder vorher zum Kindergarten auch schon früh aus dem Haus gegangen seien. Diesmal mit großer, bunter Tüte und einigen versteckten Überraschungen, die aber erst nach der ersten Schulstunde ausgepackt werden durften. Die Polizei bittet die Autofahrer in diesen Tagen um besondere Vorsicht. Viele Schulanfänger seien auf dem Schulweg noch unerfahren und unsicher. Mit unachtsamen Reaktionen der Kinder müsse unbedingt gerechnet werden. Verstärkte Kontrollen sind rund um Schulen angekündigt. Auch an Bushaltestellen solle besonders achtsam gefahren werden.
700 000 Euro für Schulgebäude Von SZ-Redakteur Jörg Laskowski

Regionalverband. Rund 700 000 Euro „investiert“ der Regionalverband (RGV) laut einer Pressemitteilung in den „Klimaschutz“ und „führt aktuell an fünf Schulen energetische Sanierungen durch“. Allerdings geht es bei solchen „Klimaschutzmaßnahmen“ natürlich in erster Linie nicht ums Klima sondern ums Geld. Wenn die Schulgebäude des RGV nämlich besser isoliert sind – also weniger Wärme verlieren – dann muss der RGV dort weniger heizen. Er spart also Energie, und weil die Energiepreise ständig steigen, spart er langfristig auch eine Menge Geld.

Und nebenher profitiert das Klima, weil weniger Rohstoffe verbrannt werden, weniger Abgas entsteht – und weil weniger Wärme verloren geht und die Atmosphäre aufheizt. Also lässt der RGV nun an der Gesamtschule Bellevue, an der Erweiterten Realschule (ERS) Güdingen, an der ERS Sulzbach, am Theodor-Heuss- Gymnasium Sulzbach und an der Förderschule Lernen in Friedrichsthal neue Fenster einbauen, die weniger Wärme nach außen abgeben. Am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) und der ERS Sulzbach werden außerdem die Fassaden gedämmt und am THG lässt der RGV auch einen Teil des Daches auswechseln.

Die 700 000 Euro, die das alles kostet, stammen aus zwei Quellen. Rund 420 000 Euro sind aus der Kasse des RGV. Der bezieht sein Geld von seinen Kommunen, die dem RGV jedes Jahr eine sogenannte Regionalverbandsumlage überweisen müssen. Rund 280 000 Euro kommen aus einem anderen Steuertopf, nämlich aus der Kasse des Saarlandes. 

Infos über Zuschüsse für Privatleute, die alte Gebäude dämmen wollen: Energieberatung Saar, Tel. (06 81) 501 20 30.
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