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14 000 Besucher bei Homburger Wies'n erwartet

Homburg. Am Dienstagabend ein Fassbieranstich mit nur einem einzigen Schlag, gestern eine gelungene Premiere des großen Festumzugs durch die Homburger Innenstadt: Die fünfte Auflage der Homburger Wies'n konnte schon beim Start ordentlich punkten. Doch der Reihe nach. In diesem Jahr aufgrund des Feiertages mitten in der Woche länger als in den Jahren zuvor, stand schon die offizielle Eröffnung der Homburger Wies'n unter einem guten Stern. Oder besser: unter einem gut geschwungenen Hammer von Oberbürgermeister Karlheinz Schöner. Entgegen dem aktuellen Trend, Bierfässer mit Zapfhähnen beim Fassbieranstich, aus welchen Gründen auch immer, eher zu foltern, denn zu öffnen, gelang Schöner mit einem einzigen satten Schlag ein Oktoberfest-tauglicher Auftakt. Den Daumen hoch, das Bier ins Glas – und die große Sause in Weiß und Blau konnte beginnen. Bei zünftiger Musik und vollen Bierkrügen nahm die bajuwarische Feiergemeinde Fahrt auf. Und das sehr zur Freude von Veranstalter und Festwirt Thorsten Bruch. Ohne Zweifel, Bruch hat die Zeichen der Zeit und den aufziehenden bayerischen Wind im Land frühzeitig erkannt und 2008 aus einer Ahnung ein Erfolgsmodell gemacht. Und wenn es nach Bruch gegangen wäre, hätte in dieser umfänglichen Form schon im Jahr 2004 das Motto „Feiern wie in Bayern“ den Homburger Oktober weiß-blau eingefärbt. „Ich wollte damals schon mit einem Oktoberfest starten. Zu diesem Zeitpunkt kollidierte das aber noch mit dem städtischen Oktoberfest.“ Als Kompromiss wurde der Name „Wies'n“ geboren, 2008 startete die Großveranstaltung, damals noch auf einem Gelände an der Mainzer Straße.



Seit 2009 wird nun am Homburger Hallenbad gefeiert – und das mit stetig steigendem Erfolg. Nicht zuletzt der Umstand, dass die meisten Gäste inzwischen in Dirndl und Krachledernen im Festzelt feiern, zeigt, das Bruch einen Nerv getroffen hat. Scherzhaft gefragt, wie viel Umsatz er mit seiner Wies'n den Herstellern bayerischer Traditionskleidung in den zurückliegenden fünf Jahren eingebracht hätte, überschlug Bruch schnell mit einem Augenzwinkern eine Jahresrechnung. „Wenn man rechnet, dass von erwarteten 14 000 Besuchern in diesem Jahr 80 Prozent Tracht tragen und ein Dirndl mit mindestens 120 Euro zu Buche schlägt, dann kann man mit 14 400 Euro rechnen.“ Ob er diesen Erfolg so vorhergesehen habe? „Ja, das hatte ich eigentlich aufgrund unserer Authentizität so erwartet.“



Am Tag nach der Eröffnung lockte die 2012er Wies'n dann mit einer Premiere: Um dem Tag der Deutschen Einheit als zusätzlichem Veranstaltungstag einen würdigen Rahmen zu geben, zog ein großer Umzug mit vielen Marschgruppen vom Enklerplatz bis hin zum Festgelände am Hallenbad. Und das vor deutlich mehr Zuschauern, als viele angesichts des noch ungewohnten Programmpunktes erwartet hatten. „Ich bin wirklich positiv überrascht“, gestand Bruch nach Ende des Umzugs. Der mündete im Zelt in einer Nachmittagsparty und in der Inthronisation der neuen Schützenkönige des Schützenkreises II Saarpfalz.

Auf einen Blick

Höhepunkte der Homburger Wies'n: Heute ab zwölf Uhr „Mittagspause im Festzelt“, ab 16 Uhr „Happy Hour“, ab 18 Uhr „Humbojer Owend“ mit der Firma Holunder; Freitag, zwölf Uhr, die Limbacher Dorfmusik Hacke mit Cindy Berger – zeitgleich Seniorennachmittag, 19 Uhr die Aachtaler; Samstag ab 19 Uhr: Party mit „Frontal“; Sonntag von 15 bis 20 Uhr spielt der „Saar-Pfalz-Express“. thw
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