B423 Stadtgebiet Blieskastel, Zweibrücker Straße bis Saar-Pfalz-Straße Zwischen Blieskastel und Aßweiler Vollsperrung, Baustelle bis 28.10.2017 06:00 Uhr Zwischen Ortsausgang Blieskastel und Ortseingang Biesingen (09.10.2017, 06:27)

B423

Priorität: Normal

12°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
12°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

14 Jahre nach Missbrauch: Pfälzer verurteilt

Saarbrücken. Wegen dreifachen sexuellen Missbrauchs hat sich jetzt ein 40-jähriger Mann aus Rheinland-Pfalz vor dem Landgericht verantworten müssen. Er war geständig, sich an einem sechs Jahre alten Mädchen vergangen zu haben. Die Übergriffe ereigneten sich demnach vor 14 Jahren im Saar-Pfalz-Kreis. Nach einem öffentlich geführten Rechtsgespräch einigten sich Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Das heute 19-jährige Opfer erhält ein symbolisches Schmerzensgeld von 1200 Euro. Mehr kann der Hartz-IV-Empfänger mit Ein-Euro-Job nicht leisten.

Bei einer Pflegefamilie aufgewachsen

Der Angeklagte ist in Köln geboren und wurde gleich nach seiner Geburt zur Adoption freigegeben. Ebenso seine Schwester. Beide wuchsen in einer Pflegefamilie auf. Seine leiblichen Eltern kennt der Mann nicht. Er selbst hat aus verschiedenen Beziehungen zwei Kinder, zu denen keinerlei Kontakt besteht. Nach der Hauptschule hat er drei Berufe erlernt: Möbelschreiner, Maurer und Koch. Als er im Saarland Arbeit suchte, kam er bei einem Freund unter. Der war mit der Mutter seines Opfers verlobt. Später war er Trauzeuge des Paares. Wenn die Beiden ausgingen, betreute er die Kinder der Frau, ein fünf oder sechs Jahre altes Mädchen und dessen Bruder. Dabei kam es drei Mal zu den Übergriffen auf das Mädchen. Die inzwischen 19-Jährige lebt heute in Bayern. Zwei Mal sind sie und ihre Mutter als Zeuginnen angereist. Zum ersten Verhandlungstermin im März ist der Angeklagte nicht erschienen. Es erging deshalb Haftbefehl.

Übergriffe vor der Verschärfung des Strafrechts

Auf Grund des Geständnisses kam die Tat nicht zur Sprache. Es ging nur noch um den Zeitpunkt. Es stellte sich heraus, dass die Übergriffe vor der Verschärfung des Strafrechts im Jahre 1998 stattgefunden haben. Für den Angeklagten gilt das günstigere Recht, was die Strafaussetzung zur Bewährung ermöglichte. jht

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein