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140 000 Euro Schaden: Stromausfall an der Saar-Uni zerstörte Forschungsdaten

Saar-Uni.

Saar-Uni.

Wenige Tage nach dem großen Stromausfall Anfang August an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken (die SZ berichtete) wagte zunächst niemand eine Einschätzung, wie hoch der Schaden ist. Klar war damals nur die Ursache: Ein Hauptstromkabel anderthalb Meter tief in der Erde in der Nähe des Haupttransformators war durchgeschmort. Dies führte dazu, dass weder Telefone noch das Internet genutzt werden konnten. Auch der Internet-Dienstanbieter der Saar-Uni wurde lahmgelegt.

Doch das sollte nicht alles sein. Das ganze Ausmaß und die Höhe des Schadens stehen jetzt fest: Allein die Materialkosten , etwa für Laborgeräte, belaufen sich auf 140 000 Euro. „Und da ist die wegen des Schadens anfallende zusätzliche Arbeitszeit noch nicht mit eingerechnet“, teilte Uni-Pressesprecherin Friederike Meyer zu Tittingdorf auf SZ-Anfrage mit. Einige Mitarbeiter seien eine Woche mit Reparaturen beschäftigt gewesen. Die Kosten dafür seien ähnlich hoch wie die Materialschäden einzuschätzen.

Besonders hart habe es das Institut für Pharmazeutische Biotechnologie getroffen. Dort habe der Stromausfall ganze Experimente vernichtet, die Forschungsdaten müssten neu erhoben werden. „Alles in allem ist das ein Riesenschaden, den der Stromausfall angerichtet hat“, fasst die Uni-Pressesprecherin zusammen.

Gleich drei Tage ohne Strom wird der Campus auch am kommenden Wochenende sein. Weil der 2011 neu installierte Hauptversorgungstransformator und die zugehörigen Schaltanlagen turnusgemäß gewartet werden müssen, kappt die Uni im Zeitraum von Freitag, sechs Uhr, bis Sonntag, 24 Uhr, die Stromversorgung.

Sensible Bereiche wie die Server in den Rechenzentren, die Kühlräume in der Mensa oder empfindliche Geräte in den Laboren versorgen die Stadtwerke – wie schon vor drei Jahren, als der Haupttrafo ausgetauscht wurde – über eine Noteinspeisung. Das entspreche ungefähr der üblichen Nachtstrommenge.

Die Sicherheits- und Brandmeldeanlagen werden in den drei Tagen nur eingeschränkt verfügbar sein. „Die Absicherung erfolgt durch das Facility-Management“ der Universität, heißt es in einer Ankündigung für Studenten und Mitarbeiter auf der Internetseite der Uni. „Der Zeitpunkt der Wartungsarbeiten wurde bewusst auf den Feiertag gelegt, weil da am Campus nur wenig los ist“, sagte Meyer zu Tittingdorf. Die Universitätsbibliothek bleibt am Samstag geschlossen.
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