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15 Millionen Euro für Flughafen Ensheim

Saarbrücken. Der Saar-Flughafen wird im Jahresverlauf eine Großbaustelle. Rund 15 Millionen Euro werden in verschiedene Baumaßnahmen investiert, kündigte die Landesregierung an. Jeweils fünf Millionen Euro fließen in die routinemäßige Sanierung des Landebahn-Belages sowie in den Bau von Sicherheitszonen an den Enden der Start und Landebahn. Hier handelt es sich aber nicht um eine spezifische Maßnahme am Saar-Airport: Die Internationale Zivil-Luftfahrt-Organisation ICAO (International Civil Aviation Organization) verlangt von den Verkehrsflughäfen außer einem 60-Meter-Streifen an den Bahn-Enden eine zusätzliche Sicherheitszone im Ausmaß von 90 mal 90 Meter. Dazu müssen am Saar-Flughafen rund 60 000 Kubikmeter aufgeschüttet werden, davon rund 90 Prozent am Westende der Bahn (Richtung Saarbrücken). Das wird zu erheblichem Aufkommen von Baufahrzeugen im Jahresverlauf führen. Die Umlandgemeinden sind bereits entsprechend informiert.

"Die Bahnlänge von 2000 Metern wird dadurch aber nicht eingeschränkt", sagt Flughafen-Chef Professor Friedhelm Schwan. "Eine Verlängerung der Start- und Landebahn wird nicht verfolgt", stellte das Wirtschaftsministerium zudem klar.

Ferner wird das in die Jahre gekommene Verwaltungsgebäude saniert.  Geplant sind weitere Investitionen von Land und privaten Investoren: Neubau einer Wartungshalle durch die schwäbische Eheim-Gruppe (Muttergesellschaft der Regionalfluggesellschaft Contact Air, die in Ensheim 90 Mitarbeiter im Wartungsbetrieb beschäftigt), Bau eines Hotels, weitere Wartungshallen, Fahrzeug- und Gerätehalle, ein Flugsimulatorzentrum in Verbindung mit dem HTW-Luftfahrt-Studiengang in Göttelborn und weitere Büroflächen neben dem Cirrus-Gebäude. "Beim Hotel sind wir weit gediehen, in Kürze werden wir darüber und über weitere Planungen informieren", sagte Flughafen-Chef Schwan gestern. Ebenso über die Pläne des per 1. Februar 2009 angesiedelten, bisher in Bremen operierenden Geschäftsreisefliegers Silver Bird Charterfluggesellschaft GmbH.

"Von Landebahn und Terminal kann in Zukunft kein Flughafen allein mehr leben", sagt Schwan. Deshalb strebt die Landesregierung in Ensheim den Aufbau eines "Kompetenz-Zentrums Luftfahrt" mit mittelfristig rund 1000 Arbeitsplätzen (heute rund 700) am und rund um den Flughafen an. "Wir wollen dort eine Infrastruktur rund um die Luftfahrt mit neuen Arbeitsplätzen schaffen", sagt der Aufsichtsratsvorsitzende und Wirtschaftsstaatssekretär Albert Hettrich. Trotz der schwierigen Wirtschaftslage und den schwer absehbaren Auswirkungen auf die Luftfahrt in diesem Jahr will Schwan nach dem Passagier-Rekordergebnis von 2008 (518 288) in diesem Jahr auf jeden Fall die 500 000er-Marke packen.

Nichts Neues gibt es bezüglich der Flughafen-Kooperation Saarbrücken mit Zweibrücken. Schwan kann sich auch "außer gemeinsamem Einkauf keine gesellschaftsrechtliche Verflechtung vorstellen. Alles andere ist aber Sache der Politik."

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