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16 Millionen Investition in Ludwigspark-Stadion - Fertigstellung 2016

Seit Jahren heiß diskutiert: ein möglicher Neubau des Saarbrücker Ludwigsparkstadion. Als dieses Bild 2003 entstand, war das Stadion gerade 50 Jahre alt geworden. Nun ist klar: es wird keinen Neubau geben - nur eine Sanierung.

Seit Jahren heiß diskutiert: ein möglicher Neubau des Saarbrücker Ludwigsparkstadion. Als dieses Bild 2003 entstand, war das Stadion gerade 50 Jahre alt geworden. Nun ist klar: es wird keinen Neubau geben - nur eine Sanierung.

Fan des 1. FC Saarbrücken zu sein, ist hart: Tabellenletzter der 3. Fußball-Liga, skurrile Trainer und wenn Heimspiel ist, muss er sich bei schlechtem Wetter durch Schlammlöcher zu Pissoirs aus der Nachkriegszeit kämpfen. Da gehört schon eine Menge Liebe dazu – aber zumindest das Stadion soll ja besser werden. „Niemals“, denken nicht wenige Fans. Seit Jahren diskutieren Stadträte, Landesregierungen und Vereinsvorstände über den 1953 eröffneten Ludwigspark. Zuletzt öffentlich im vergangenen Jahr. Das Ergebnis: Das Stadion soll im Bestand saniert werden.

Die Kosten von 16 Millionen Euro teilen sich Land (10,7 Millionen Euro) und Stadt (5,3). Ein (umstrittenes) Modell für bis zu 18.000 Zuschauern hatte die Stadt im Juni 2013 vorgestellt. Danach wieder Stille, ehe im November eine Projektgesellschaft gegründet wurde. Danach: wieder Stille. Bis gestern. Um 12 Uhr erklärten Harald Schindel, Sportdezernent der Stadt Saarbrücken, und Baudezernentin Rena Wandel, dass an den Verzögerungen Rechtsfragen schuld gewesen seien. So musste zum Beispiel das Land prüfen, ob und wie es seine 10,7 Millionen Euro effizient und rechtens zur Verfügung stellen kann.

Die ersten 900.000 Euro konnten daher erst am 4. Februar an die Projektgesellschaft fließen. Wandel-Höfer bat auch zum Termin, „um Ruhe in die Fanlandschaft zu bringen“. Die befürchte, das Land und Stadt nur warten, bis der FCS absteige, um das Stadion-Projekt versanden zu lassen. „Das Stadion ist im Besitz der Stadt. Und wir müssen unseren Besitz schützen. Selbst wenn der FCS in der Oberliga spielt, sanieren wir unser Eigentum“, betonte Schindel.

Auch der Projektsteuerer Jens Düwel von der GIU (Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung mbH) war anwesend. Die GIU koordiniert unter anderem Projekte für die Stadt und ist damit beauftragt, eine Funktional-Ausschreibung vorzubereiten. „Die kann für ein Stadion schon bis zu 500 Seiten dick sein“, erklärt Düwel. Die seien auch nötig, um beim Bau keine teueren Überraschungen zu erleben. Zuvor gibt es noch ein Gutachten der Firma „Lagardère Sports“. Sie soll den Bau auf Wirtschaftlichkeit gegenrechnen und Vorschläge machen, was das Stadion braucht, um lukrativ bewirtschaftet zu werden. „Lagardère ist Weltmarktführer“, sagt Schindel. Bisher hat die Firma nur neue Stadien gebaut. „Uns sieht sie als Pilotprojekt. Da wartet ein großer Markt, da wir nicht die einzige Kommune sind, die sich keinen Neubau leisten kann.“

Das Lagardére-Konzept soll im April vorliegen. Darauf aufbauend stimmt die GIU in Zusammenarbeit mit allen, die im Stadion was zu tun haben (Polizei, Feuerwehr, Verein, Rotes Kreuz), ihre europaweite Ausschreibung ab. Gebaut werden soll im Spielbetrieb. Auf eine Rasenheizung verzichten die Bauherren zunächst, bereiten sie lediglich vor. „Falls sie lizenzbindend sein sollte, können wir nachrüsten und halten auch Mittel dafür zurück“, sagte Schindel. Die Betriebskosten seien mit 150.000 Euro zu hoch, die wolle man sich zunächst sparen. Nicht sparen will man am Dach für die Fans. „Es ist fester Bestandteil unserer Planungen“, sagte Wandel-Höfer. Spätestens Anfang 2016 soll alles fertig sein. Die Fans werden es gerne lesen.




 
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