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16 Verletzte: ICE-Unglück zwischen Saarbrücken und Mannheim

16 Verletzte hat gestern die Kollision eines ICE mit einem Müllfahrzeug in der Pfalz gefordert. Die Strecke zwischen Saarbrücken und Mannheim ist nach Einschätzung der Bahn deshalb heute noch gesperrt.

Lambrecht/Saarbrücken.
Wegen eines Zugunglücks mit einem ICE bei Lambrecht in der Pfalz ist gestern die Eisenbahnstrecke von Mannheim nach Saarbrücken unterbrochen worden. Wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilte, war gegen 10.15 Uhr ein ICE im Pfälzer Wald mit einem auf das Gleis gerutschten Müllfahrzeug kollidiert. Dabei entgleisten zwei Wagen. Bei dem Unglück wurden 16 Personen verletzt, eine davon schwer. Seit diesem Unfall ist auf der Strecke Mannheim—Saarbrücken der Abschnitt zwischen Neustadt/Weinstraße und Weidenthal für den kompletten Zugverkehr gesperrt.

Nach Auskunft der Bahn wurden zunächst die Bergungsarbeiten mit einem herkömmlichen Autokran eingeleitet, von einer zur Bahnstrecke parallel verlaufenden Bundesstraße aus. Dieser Versuch scheiterte allerdings. Danach wurde, wie es heißt, ein schienengebundener Spezialkran zur Unfallstelle beordert, wobei gestern Nachmittag noch unklar war, wie lange die Bergungs- und Aufräumarbeiten insgesamt dauern.

Auf Schienenersatzverkehr umsteigen
Der Streckenabschnitt zwischen Neustadt und Weidenthal wird nach Einschätzung der Bahn voraussichtlich erst im Laufe des heutigen Tages wieder frei gegeben.  Bis zu diesem Zeitpunkt sollen die Nahverkehrszüge und S-Bahnen aus Richtung Mannheim in Neustadt ihre Endstation haben, aus Richtung Homburg und Kaiserslautern in Weidenthal. Zwischen diesen beiden Stationen kommen bis zur Wiederaufnahme des Zugverkehrs Busse als Schienenersatzverkehr zum Einsatz.

Reisenden, die von Mainz oder Frankfurt nach Kaiserslautern oder Saarbrücken fahren wollen, rät die Bahn, auf Züge der Nahestrecke über Idar-Oberstein und Türkismühle oder auf die Alsenzstrecke auszuweichen. Sämtliche Hochgeschwindigkeitszüge werden indessen über Straßburg umgeleitet. Fahrgäste von der Saar nach Paris sollten mit Nahverkehrszügen nach Metz fahren, um von dort nach Paris zu gelangen.

Ähnliche Unglücke in der Vergangenheit

Allerdings ist das gestrige Unglück mit einem Hochgeschwindigkeitszug nicht das erste seiner Art auf der Strecke von Frankfurt nach Paris. So war am 8. Juli 2009 ein mit 400 Passagieren besetzter ICE bei Kaiserslautern mit einem Lkw zusammengeprallt. Der Lkw-Fahrer hatte auf einer Baustelle in Gleisnähe wenden wollen und war dabei im Schotter stecken geblieben. Nach dem Zusammenstoß durfte der beschädigte Zug bis Kaiserslautern weiterfahren, wo die Fahrgäste umstiegen.

Zwei Monate später wurde die Strecke von Saarbrücken nach Paris gesperrt. Damals war bei St. Avold ein Nahverkehrszug mit einem Lastwagen kollidiert, dessen Fahrer sich noch kurz vor dem Zusammenprall mit einem Sprung aus dem Führerhaus in Sicherheit bringen konnte. Damals wie heute wurden die schnellen Fernzüge von Frankfurt nach Paris über Straßburg umgeleitet.
Im Jahr 2008 gab es häufig Pannen mit den ICE. So erreichte Mitte Mai ein ICE seinen Zielbahnhof in Paris nicht, weil er ein paar Kilometer zuvor wegen eines überhitzten Achslagers liegen blieb.




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