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17-Jährige in Umkleidekabine festgehalten

Wegen Freiheitsberaubung ist gestern ein 21-Jähriger vor dem Zweibrücker Landgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 500 Euro verurteilt worden. Sollte er die Summe nicht aufbringen können, ist auch eine Umwandlung in 300 Arbeitsstunden möglich. Der Richter sah es als erwiesen an, dass der Mann, der seit fünf Monaten in der Bundesrepublik lebt und der deutschen Sprache nicht mächtig ist, eine 17-Jährige in einer Umkleidekabine des Zweibrücker Freibades festgehalten hat. Der Angeklagte erklärte vor Gericht, dass er sich in die Schülerin verliebt habe und sie bitten wollte, ihm ihre Telefonnummer zu geben. „Ich wollte ihr nichts antun, sondern sie nur kennenlernen“, erklärte der Mann, dessen Worte in der Verhandlung übersetzt werden mussten. Als das Mädchen mehrfach „No“ gesagt habe, habe er schließlich gemerkt, dass sie sich nicht wohlfühle. Deshalb sei er auch zurückgewichen und habe sie beruhigen wollen. „Ich habe gemerkt, dass ich etwas falsch gemacht habe“, so der Angeklagte , der beteuerte, die Kabinentür nicht abgeschlossen zu haben.

Das schilderte das Opfer anders. Die 17-Jährige will eindeutig ein Klicken gehört haben. Als sie der junge Mann dann gehen ließ, habe sie den Vorfall ihrer Mutter erzählt, die ebenfalls im Freibad war. Diese rief die Polizei an, die daraufhin ins Freibad kam. Auch der Bademeister wurde informiert. Der Richter sprach in seinem Urteil von einem Festhalten des Mädchens in der Kabine für eine Zeit von rund drei Minuten. Er sieht das Urteil als „Generalprävention“, um anderen zu zeigen, dass solche Dinge nicht erlaubt seien.
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