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17-Jährige sollte in Türkei zwangsweise verheiratet werden

Kleinblittersdorf. Die Geiselnahme einer 17-jährigen Französin türkischer Abstammung konnte die Polizei am Sonntagabend nach einer überregionalen Fahndung beenden. Zwei Verwandte wollten die Frau angeblich in die Türkei verschleppen, weil sie dort zwangsweise verheiratet werden sollte. Die zwei Männer aus dem kleinen lothringischen Ort Morhange (50 Kilometer von Saarbrücken) sitzen jetzt in Saarbrücken in Untersuchungshaft.

Die 17-Jährige aus Saargemünd wollte am Sonntagabend mit ihrem Freund, einem 20 Jahre alten Franzosen, nach Saarbrücken ins Calypso-Bad fahren. Das Paar war in einem lilafarbenen BMW unterwegs. Gegen 18 Uhr blockierte ein silberfarbener Audi an einer Baustellenampel in Hanweiler (B 51) ihre Weiterfahrt.

Polizeisprecher Horst-Peter Schäfer zum weiteren Tathergang: „Zwei Männer stiegen aus dem Audi aus und überwältigten die 17-Jährige. Es gelang ihnen, die junge Frau in ihren Wagen zu bringen.“ Ihr Freund, der sich zur Wehr setzt, wird verletzt. Er erlitt Schnittverletzungen, die auf eine zersplitterte Heckscheibe zurückzuführen sind. Der junge Mann bleibt an der Ampellage zurück. Einer der Täter flüchtet in dessen BMW, lässt ihn aber wenige Hundert Meter vom Tatort zurück und steigt wieder in den Audi um. Im Rahmen einer überregionalen Fahndung wurde der Audi später im Bereich der Polizeiinspektion Landstuhl gestoppt. Die beiden Türken (35 und 37 Jahre), Onkel des Opfers, wurden festgenommen und Beamten der Kriminalpolizei Saarbrücken überstellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ergingen Haftbefehle. Die Ermittlungen ergaben bislang, so die Polizei, dass die 17-Jährige, die bei der Geiselnahme verletzt wurde, in der Türkei zwangsverheiratet werden sollte. mju
 
Die Polizei bittet Zeugen, die den Vorfall an der Ampelanlage in Hanweiler beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer (0681) 962 29 33 zu melden.
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