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170 bis 200 neue Stellen? Barmer plant Callcenter in Merzig

Fragen zum Krankengeld, zur Zusatzversicherung, zur Versicherung im Ausland, und, und, und: Läuft alles nach Wunsch, werden ab Sommer 2016 Mitarbeiter der Krankenkasse Barmer GEK von Merzig aus Auskunft geben. Die Krankenkasse schickt sich an, eines von sechs bundesweit geplanten Callcentern in der Kreisstadt einzurichten. Diese Telefon- Geschäftsstelle soll nach Worten von Pressesprecherin Katharina Steinbach im Sommer 2016 freigeschaltet werden und für Kunden aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Teilen von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen zuständig sein.

Infos rund um die Uhr

„Im Saarland zählen wir 125 500 Versicherte, in Rheinland 430 000“, sagt sie. Zwischen 170 bis 200 Sozialversicherungsfachangestellte sollen Kunden beraten – und zwar rund um die Uhr.

Derzeit sucht die Barmer GEK, unterstützt von der Merziger Stadtverwaltung und Investoren, nach einem geeigneten Standort. Ob die Geschäftsstelle in der Brauerstraße bleiben oder ihren Platz in dem gleichen Gebäude finden wird, in das das Callcenter Einzug halten wird, vermag die Pressesprecherin noch nicht zu sagen. „Unsere Geschäftsstellen sollen zentral liegen und barrierefrei zu erreichen sein“ – eine Bedingung, die bei einer Telefon- Geschäftsstelle nicht unbedingt erforderlich sei.

Ein Favorit: Markhallengelände

„Einer der Favoriten ist der Bereich Markhallengelände“, verrät indessen Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld. Dem Verwaltungschef war nach seinem Bekunden zu Ohren gekommen, dass die Krankenkasse für Ansiedlung mit dem Bereich an der unteren Saar liebäugelte. „Da habe ich die Initiative ergriffen und die Verantwortlichen nach Merzig eingeladen“, berichtet er. „Die Barmer GEK hatte bereits Merzig im Blick.“

Er habe sie mit Investoren zusammengebracht, um ihnen sofort verschiedene Standort- Möglichkeiten unterbreiten zu können.

„Es waren von Anfang sehr gute Gespräche. Und ich bin froh, dass es gelungen ist, Barmer GEK von Merzig als neuem Standort zu überzeugen. Durch die Entscheidung der Krankenkasse haben sie und die Stadt Merzig gewonnen“, sagt der Rathauschef. Die 170 bis 200 neuen Arbeitsplätze, die angedacht sind, stellen nach Ansicht von Hoffeld eine wichtige Stärkung für die Kreisstadt als Wirtschafts- und Gesundheitsstandort dar.

Die Entscheidung für Telefon- Geschäftsstellen fiel nach Worten von Pressesprecherin Steinbach nach einer bundesweiten Umfrage im vergangenen Jahr. Es habe sich herausgestellt, dass die Versicherten am liebsten zum Hörer griffen, um Dinge mit den Mitarbeitern der Krankenkasse zu klären. Mit den Callcentern werde dem Wunsch dem Wunsch der Versicherten Rechnung getragen. Die Qualität der Kundenberatung in den Callcenter seien identisch mit der in der Geschäftsstelle vor Ort. „Es wird eine zentrale Rufnummer geben, unter der die Krankenkasse rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr erreichbar ist.“ Als Ziel nennt Steinbach, so gut wie alle Anliegen per Telefon vollständig zu beantworten. Nur bei komplizierten Fällen soll es zukünftig eine Weiterleitung in ein spezialisiertes Zentrum für Fachthemen geben.“

Barmer will sparen

Die Telefon-Geschäftsstellen sind nach ihren Worten ein Teil der Neuausrichtung der Krankenkasse, für die der Verwaltungsrat am 26. Juni den Startschuss gab. Einsparungen nennt sie als Grund für die Änderung interner Geschäftsabläufe.

„Ab 2018 sollen jährlich 300 Millionen Euro an Verwaltungskosten gespart werden.“

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