A623 Friedrichsthal Richtung Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Herrensohr und Einmündung Rodenhof Bauarbeiten, linker Fahrstreifen gesperrt, Stau zu erwarten bis 19.10.2017 05:00 Uhr (17.10.2017, 16:49)

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1700 Studienanfänger an der Saar-HTW

Von SZ-Redakteur Johannes Kloth

Saarbrücken. Wer in das improvisierte Auditorium maximum will, muss zunächst durch einen holzvertäfelten Gang mit 60er-Jahre-Mehrzweckhallen-Charme. Von Plakaten schaut Komiker Bülent Ceylan kokett-böse auf die vorbeiströmenden Scharen. Junge Leute, neugierig was man ihnen an ihrem ersten Tag als Studenten, erzählen wird. Eingeladen zur Immatrikulationsfeier der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) waren in diesem Jahr 1700 Studienanfänger. So viele wie noch nie. Und wieder mal bietet nur die Saarbrücker Saarlandhalle genug Platz für den jährlichen Initiationsritus.

Für HTW-Rektor Wolfgang Cornetz ist der Andrang Ausdruck der hohen Reputation der Hochschule, wie er wenige Minuten später in seinen Begrüßungsworten sagt: „Die HTW ist ein Markenname geworden.“ Auf den alljährlichen Studentenzuwachs habe man mit umfangreichen Baumaßnahmen reagiert, die allerdings immer wieder ins Stocken gerieten (wir berichteten). Doch, so Cornetz optimistisch, bis 2014 seien alle Arbeiten abgeschlossen. Den angehenden Studenten gibt er auf den Weg: „Ihr Studium wird kein Spaziergang werden.“ Dozenten seien keine Entertainer, der Einzelne selbst gefordert, für seinen Erfolg zu sorgen.

Auch Heidrun Schulz, Gastrednerin der Bundesagentur für Arbeit, findet klare Worte: „Sie werden später zu den Beschäftigungsgewinnern gehören“, prophezeit sie den jungen Zuhörern. Den „wissensintensiven Dienstleistungen“ gehöre die Zukunft, und genau in diese Richtung bilde die HTW aus. Aber, so Schulz’, als künftigen Besserverdienern laste auf den Studenten auch die Pflicht zur sozialen Verantwortung.

Die angehenden Studis im Saal scheinen im Moment allerdings ganz andere Fragen zu beschäftigen. Sie quittieren die Appelle mit freundlichem Applaus, Stifte und Blöcke werden jedoch erst gezückt, als Jens Hinsberger vom Asta und später Prorektor Enrico Lieblang über organisatorische Fragen des Campuslebens aufklären: Wie informiere ich mich über Lehrveranstaltungen? Wo bekomme ich Hilfestellungen?

So etwas wie Partystimmung flammt auch zwischendurch auf – immer dann, wenn die jungen Musiker des Projekts 2. Chance Saarland auf der Bühne stehen. Als zum Abschluss zwei Rapper die Zuhörer auffordern, dröhnende Beats mit Klatschen zu begleiten, ist die akademische Gravität für einen Augenblick ganz durchbrochen.
Eine Woche noch, dann wird es endültig ernst. Dann gehen die Vorlesungen los.
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