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2. Handball-Bundesliga: HG Saarlouis siegt 36:35 gegen Tusem Essen

Saarlouis. „Ausgerechnet Jakub Balaz“, war wohl der erste Gedanke der 1750 Zuschauer, als die Nase des Rückraumspielers der HG Saarlouis schon nach zwei Minuten einen Vorgeschmack dessen bekam, was den Rest der Mannschaft in den folgenden 58 Minuten erwartete. Sie war gebrochen. Aber immerhin hatte sich Balaz einige Aufregung erspart, als er erst fünf Minuten nach dem Schlusspfiff mit schiefer Nase und geschwollenem Auge aus dem Krankenhaus zurückkam. Denn in der ersten Halbzeit (19:15) hatte es – allen Härten zum Trotz – noch nach einem fast tiefenentspannten Adventssamstag für den Handball-Zweitligisten ausgesehen. Spielmacher Danijel Grgic und Kreisläufer Andre Kropp hatten die Abwehr der Tusem Essen nach Belieben dominiert und 16 der 19 Tore erzielt.

Doch dann kam sie wieder, diese mentale Auszeit, die sich die HGS noch zu oft erlaubt – und plötzlich lag Essen mit 26:25 in Führung. „Statt Ruhe ins Spiel zu bringen, haben wir Essen wieder zurückgebracht“, ärgerte sich Trainer Andre Gulbicki noch nach dem Spiel. Für Grgic nicht unerwartet: „Ich muss gestehen, dass ich die ganze Woche Angst vor diesem Spiel hatte. Aber wir haben uns als Mannschaft immer wieder zurückgekämpft.“

Überhaupt passte so ein Spiel mit all seinen Härten ganz gut, galt es doch für einige Spieler, sich nach dem Auftritt in Obernburg ein wenig zu rehabilitieren. So auch für Sven-Malte Hoffmann, der sich nach seiner Leistung in Obernburg viel Kritik anhören musste und gegen Essen ein ums andere Mal den entscheidenden Gegenstoß setzte: „Das war auch für mich wichtig, dass ich eine Reaktion – gerade in so einem Kampf-Spiel – zeigen konnte.“ Vor allem, da es am Ende doch noch zum knappen und glücklichen Sieg reichte. „Das ist es, was zählt. Hätte mir jemand gesagt dass wir so viele Punkte haben, wäre ich zufrieden gewesen“, war dann auch Andre Gulbicki zufrieden.

Und die Spieler haben sich schon jetzt, bei noch zwei ausstehenden Spielen 2009, mit Platz neun und unerwarteten 16 Punkten „besinnliche und ruhige Tage“, wie Rechtsaußen Andre Lohrbach sie nannte, verdient. Zumal ja auch Jakub Balaz rechtzeitig zum Feiern wieder zurück war. Wenn auch mit schiefer Nase.

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