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20 000 Euro für Teresita: 17-Jährige aus Peru kann dank Spenden von SZ-Lesern wieder besser atmen

Nach einer Nasenoperation fällt Teresita jetzt das Atmen deutlich leichter. Foto: Ilse Kreuter

Nach einer Nasenoperation fällt Teresita jetzt das Atmen deutlich leichter. Foto: Ilse Kreuter

Teresita de Jesús strahlt. Die 17-jährige Peruanerin kann dank Spenden von SZ-Lesern nach einer Nasenscheidewandkorrektur wieder besser atmen. Rund 20 000 Euro sind seit Mitte Mai auf dem Spendenkonto eingegangen. Es seien von kleineren Beträgen bis 1000 Euro alles dabei gewesen, erzählt die pensionierte Hals-Nasen-Ohrenärztin Ilse Kreuter. Sie kann die Bereitschaft der Leser noch gar nicht fassen: „Es ist einfach unglaublich.“ Die 78-Jährige kümmert sich schon seit 15 Jahren um die medizinische Behandlung Teresitas. Das peruanische Mädchen hat viele angeborene Missbildungen, die ihr das Leben erschweren. (Wir berichteten.) Kreuter ist mit dem Ergebnis zufrieden. „Teresita akzeptiert sich jetzt so, wie sie ist.“ Ständig schaue die 17-Jährige ihr Profil im Spiegel an und bewundere ihre korrigierte Nasenspitze. Einen Tränenwegkanüle sei zwar auch geplant gewesen, aber das Risiko, dass das neue Implantat von dem bereits vorhandenen abgestoßen wird, ist zu groß. Für eine neue Beinprothese hat das Geld der SZ-Leser ebenfalls gereicht. „Bisher hat sie einen steifen Fuß gehabt, die neue Prothese besteht aus einem festen Schaumstoff mit abrollendem Fuß“, erläutert Kreuter. Teresita zeigt sich von der Hilfsbereitschaft überwältigt, ohne die Hilfe der Leser wäre „jetzt nichts davon so, wie es jetzt ist.“ Vor allem dass die Spenden ohne das Fordern einer Gegenleistung eingegangen seien, fasziniere sie: „Ich möchte mich bei allen Menschen bedanken, die mir geholfen haben.“

Für Teresita geht es Ende Juni mit ihrer Adoptivmutter Orieta wieder zurück nach Peru. Das restliche Geld des Spendenkontos soll Teresitas Bildung zugute kommen. „Ein Englischkurs ist wichtig“, erklärt Kreuter. 2016 will Teresita dann ihr Psychologiestudium in Peru beginnen. Ihr eigenes Schicksal habe sie so geprägt, dass sie jetzt auch anderen Menschen helfen möchte.
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