A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis Zwischen AS Neunkirchen/Spiesen und AS Neunkirchen-Heinitz linker Fahrstreifen blockiert, Verkehrsbehinderung durch verschmutzte Fahrbahn (15:26)

A8

Priorität: Dringend

8°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
8°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

20 000 Saarländer räumen auf

 Saarbrücken. Mehr als 20 000 Helfer in über 700 Projektgruppen säuberten am Freitag und Samstag Plätze, Straßen, Wälder und Flüsse. Alleine in Saarbrücken waren rund 2400 Freiwillige tätig, wie Bürgermeister Kajo Breuer (Grüne) mitteilte. Wie viel Müll zusammengekommen ist – 2008 waren es 500 Tonnen – stehe derzeit allerdings noch nicht fest. Nicht nur die Säuberung der saarländischen Städte und Gemeinden setzte sich die Landesregierung und die Müllentsorger in diesem Jahr zum Ziel, sondern auch die Verbreitung von Information und Bewusstseinsbildung.

„Viele Leute legen ihren Sperrmüll immer noch illegal ab, obwohl sie ihn einfach und kostenlos entsorgen könnten“, kritisierte Heribert Gisch, Geschäftsführer des Entsorgungsverbandes Saar, gegenüber Journalisten im Saarbrücker Rathaus. Laut Bernd Selzner, Geschäftsführer des Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebs (ZKE), entstehen der Stadt Saarbrücken jährlich Kosten von rund 240 000 Euro für die Entsorgung „wilden“ Mülls. „Picobello“ solle deshalb den Bürgern zeigen, dass jeder einen Beitrag zur Müllbeseitigung leisten könne und müsse, bekräftigte Breuer.

Umweltminister Stefan Mörsdorf (CDU) war sich sicher: „Diejenigen, die eben noch den Abfall anderer weggeräumt haben, werden ihren eigenen Müll sicher nicht achtlos auf der Straße entsorgen.“ Eine nachhaltige Aktion also? „Ja. Denn auch wenn der Erfolg nicht überall sofort sichtbar ist, sind einige Gemeinden, beispielsweise Illingen, schon erkennbar sauberer geworden“, so Mörsdorf. In der Saarbrücker Bahnhofstraße machte der ZKE am Samstag zudem mit einem Info- und Aktionsstand auf das Müllproblem aufmerksam. Die „Malstatter Werkstattrhythmen“ trommelten Sambaklänge auf Recycling-Instrumenten. Danach überwanden Akteure des Theaters Überzwerg einen Parkours aus alten Möbelstücken in ihrer Improvisation „Indiana Jones und der Sperrmüll des Todes“. nad 
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein