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20 Atombomben lagern in der Nähe des Saarlandes

Büchel/Luxemburg. Die geheimen US-Dokumente, die die Internet-Plattform Wikileaks zugänglich gemacht hat, sorgen weiter für Wirbel. Erstmals wurde darin die Vermutung bestätigt, dass in der Eifel 20 Atombomben gelagert werden.

In der Internet-Datenbank Wikileaks ist einer Luxemburger Zeitung zufolge erstmals eine offizielle Bestätigung für die Lagerung von 20 Atombomben der US-Streitkräfte auf deutschem Boden aufgetaucht. Dies ergebe sich aus einem veröffentlichten Gesprächsprotokoll zwischen einem Sicherheitsberater der deutschen Bundesregierung und dem US-Botschafter, berichtete das "Luxemburger Wort" am Dienstag (30.11.2010) auf seiner Internetseite. Wie bisher vermutet, sollen die Sprengkörper auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel lagern, wo das Bundeswehr-Jagdbombergeschwader 33 stationiert ist. Dem Bericht zufolge gibt es weitere 20 Atombomben in Belgien nördlich von Hasselt und 20 im niederländischen Volkel bei Eindhoven.

Schon seit Jahren setzt sich die Friedensbewegung für den Abzug der in Büchel vermuteten Atomwaffen ein. Auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hatte die USA wiederholt aufgefordert, alle US-amerikanischen Atomwaffen aus Deutschland abzuziehen. Der Abzug ist auch im Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Bundesregierung vereinbart. Offizielle Bestätigungen für US-amerikanische Atomwaffen in Deutschland gibt es bisher jedoch noch nicht. Die Arbeitsgemeinschaft Frieden in Rheinland-Pfalz hatte in der vergangenen Woche beklagt, dass es der Bundesregierung beim Nato-Gipfel in Lissabon offenbar nicht gelungen sei, den Abzug der "militärisch sinnlosen Waffen" durchzusetzen.



Beck triff Botschafter

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) und der amerikanische Botschafter Philip D. Murphy haben trotz der Wikileaks-Veröffentlichungen die guten freundschaftlichen Beziehungen zwischen ihren beiden Ländern betont. "Wir haben keinen Bruch in unserer Beziehung", betonte Beck gestern nach einem Treffen mit Murphy in Mainz. Allerdings bestehe schon die "Sorge, dass ein Vertrauensverlust entstehen könnte". Den wolle aber keine Seite, unterstrich Beck. Die Freundschaft und das Zusammenwirken zwischen beiden Staaten sei "viel stärker von Taten denn von Worten abhängig", fügte Beck noch hinzu. Das Treffen war ursprünglich angesetzt gewesen, um über den geplanten Krankenhaus-Neubau der Amerikaner auf ihrer Airbase in Ramstein zu reden.

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