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20 Euro je Häufchen: So geht Saarbrücken gegen faule "Herrchen" vor

Der hübsche Park an der Burbacher Pfarrkirche St. Eligius droht schon wenige Wochen nach der Einweihung zu einem Hundeklo zu verkommen. Nach einem Bericht der Saarbrücker Zeitung meldeten sich gleich mehrere Leser , die weitere solcher Orte gemeldet haben – zum Beispiel in der Burbacher Gaschbach.

Leser für mehr Kontrollen

Unter anderem Patricia Müller und Inge Schröder haben unabhängig voneinander den verstärkten Einsatz des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) gefordert. Die Ordnungshüter sollten Hundebesitzer beim Gassigang gezielt darauf kontrollieren, ob sie eine Plastiktüte dabei haben, um die Häufchen ihrer Hunde unverzüglich zu entsorgen. Das könne doch eine beachtliche Einnahmequelle für die Stadtverwaltung sein, meinen beide Leserinnen. Tatsächlich wäre dieses Vorgehen nach der Polizeiverordnung auch möglich. Paragraf 15 regelt, was Herrchen und Frauchen beachten müssen.

Etwa, dass Hunde nicht unbeaufsichtigt herumlaufen dürfen und unter anderem auf Kinderspielplätzen, Friedhöfen, Sportanlagen, Schulhöfen und „vorschulischen Einrichtungen“ wie Kindergärten nichts zu suchen haben. Öffentliche Straßen und Anlagen dürfen sie benutzen, die Hundehalter oder diejenigen, die gerade mit den Vierbeinern unterwegs sind, müssen den Kot aber sofort entfernen. Wer den Haufen liegen lässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld ab 20 Euro geahndet wird. Das passiere allerdings nur sehr selten, wie Stadtpressesprecher Thomas Blug berichtet.

So ging es in 272 Verfahren, die der KOD im ersten Quartal des Jahres eingeleitet hat, nur einmal um Hundekot. In den vergangenen beiden Jahren waren es jeweils rund 1000 Vergehen, darunter höchstens fünf Verfahren wegen Hundekots, sagt Blug: „Verstöße passieren in der Regel dann, wenn sich die Halter unbeobachtet fühlen und niemand zuschaut.“ Er stellt klar: „Den Kot der eigenen Hunde einfach auf der Straße liegen zu lassen, ist rücksichtslos gegenüber den Mitmenschen. Und es ist eine Ordnungswidrigkeit. Die meisten Hundehalter verhalten sich auch tadellos, ihr Ruf wird jedoch durch jene Hundehalter beschmutzt, die sich nicht an die Regeln halten.“

Im Rahmen der Aktion „Sauber ist schöner“ sorgt der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) meistens dafür, dass der hinterlassene Dreck irgendwann doch noch verschwindet. Und der ZKE klärt regelmäßig auf, dass es ordnungswidrig ist, den Hundekot nicht wegzuräumen. Zuletzt war der Entsorgungsbetrieb gemeinsam mit der Bürgerinitiative Sauberes Burbach auf dem Burbacher Dorfspektakel. Während dieser Aktionen verteilen ZKE-Mitarbeiter stets kostenlose Plastiktütchen, mit denen sich Hundehäufchen problemlos entsorgen lassen.
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