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20 Jazz-Bands beim Saarbrücker Jazzfestival



Saarbrücken. Nein, sagt Wolfgang Krause, Jazz sei „nichts Elitäres“. Und der Jazz, den er und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter vom Saarbrücker Jazz-Syndikat anbieten schon gar nicht. Was das Jazz-Syndikat bei seinem Festival bietet, ist zwar teilweise Weltklasse und durchgängig hohes Niveau. Bei der Preisgestaltung für die Eintrittskarten, sagt Krause, der das Festival als künstlerischer Leiter gestaltetet, versuche man aber so zu kalkulieren, „dass eigentlich jeder kommen kann“. Zwischen 15 und 25 Euro kostet eine Karte, ermäßigt zwischen 10 und 20 Euro.

Die Einnahmen aus dem Kartenverkauf sind für den Verein sehr wichtig, sagt dessen Vorsitzende Marlene Krieger. Es gibt zwar Zuschüsse von Stadt und Land, aber das etwa 140 000 Euro teure Festival sei „immer noch unterfinanziert“, sagt Krieger. Während das Max-Ophüls-Filmfestival und das Bühnenkunstfestival Perspectives von Profi-Teams organisiert werden, arbeitet das Jazz-Syndikat überwiegend ehrenamtlich.

Mit Festivals wie in Nancy, wo etwa eine Million Euro zur Verfügung steht, könne man nur bedingt mithalten – zumindest organisatorisch. „Aber auch wo Geld ist, ist es nicht so, dass es bessere Musik gibt“, betont Krause. Das Saarbrücker Festival bringe nicht nur guten Jazz auf sechs Bühnen in der Stadt, es habe auch „das große Anliegen, die Distanz zwischen Künstlern und Publikum zu verringern“. Und das gelinge immer wieder sehr gut.

Als sich das Jazz-Syndikat vor zehn Jahren gründete, habe „niemand gedacht, dass unser Konzept so funktionieren wird“, sagt Marlene Krieger. In diesem Jahr organisiert der Verein bereits sein neuntes Festival. Es ist inzwischen „das umfangreichste und vielseitigste Jazz-Event der Saar-Lor-Lux-Großregion“, sagt Krieger.

Jazz-Brunches, Clubkonzerte und Auftritte in Konzertsälen: Die sechs Spielstätten – das Domicil Leidinger, die Villa Europa, das Café Am Schloss, die Alte Feuerwache, die Aula der Universität und der Große Sendesaal des Saarländischen Rundfunks – erlauben es, Jazz in unterschiedlichen Konstellationen zu genießen. Dem Anspruch, regionale Musiker und internationale Jazz-Größen zusammenzubringen wird das Festival schon bei der offiziellen Eröffnung am 7. November in der Alten Feuerwache gerecht. Das HNK-Trio (Felix Hauptmann, Conrad Noll und Fabian Küntzer) stellt seine erste CD vor. Danach, schwärmt Krause, spielt „eine der weltweit aufregendsten Jazz-Trio-Formationen: Hiromi Uehara, Anthony Jackson und Simon Phillips“.

Musiker wie der Gitarrist Arnulf Ochs, der Saxofonist Thomas Girard, der Bassist Jan Östreich, der junge Pianist Felix Hauptmann oder der Schlagzeuger Uli Gessner zeigen im Verlauf des Festivals die große Bandbreite und Qualität der regionalen Jazz-Musiker auf. Mehrere deutsch-amerikanische Kooperationsprojekte sind im Festival vertreten. Wie jedes Jahr sind französische Jazzer präsent: die Sängerin Sarah Lenka mit ihrem Quintett, das Duo Fillon/Ithursarry mit der ungewöhnlichen Kombination von Oboe und Akkordeon, der Saxofonist Jacques Schwarz-Bart und das Quartett des Drummers Manu Katché.

Eric Alexander, Vincent Herring, Ernie Watts, Don Menza, Jerry Bergonzi und Kenny Garrett, „gleich sechs der wichtigsten zeitgenössischen US-Saxofonisten“, wie Krause sagt, kann man in Saarbrücken erleben. 18 Pianisten werden während des Festivals zu hören sein.

Das Besondere am Saarbrücker Festival, sei nicht nur die Qualität, sondern die Unabhängigkeit der Programmmacher, sagt Saarbrückens Kulturdezernent Erik Schrader. Die arbeiten nicht nur „mit hohem ehrenamtlichen Engagement“, erklärt er, sondern lassen sich ihr Festival auch nicht von den großen Musiklabels steuern.

Karten: Zentrale Vorverkaufsstelle ist das Musikhaus Arthur Knopp in der Futterstraße in Saarbrücken. Auch auf der Internetseite des Jazz-Syndikats können Karten gekauft werden.

Informationen: Telefon (06 81) 9 59 16 83, per E-Mail: info@jazz-syndikat.de.
www.jazz-syndikat.de

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