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2010 werden mehr Arbeitslose im Saarland erwartet

Saarbrücken. Der Arbeitsmarkt im Saarland wird im neuen Jahr nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit härter von den Folgen der Wirtschaftskrise getroffen als bisher. Im Durchschnitt könnte die Zahl der Arbeitslosen an der Saar auf bis zu 48.000 steigen, sagte der Chef der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland, Otto-Werner Schade, am Dienstag in Saarbrücken.

„Da wir das Rezessionstal noch längst nicht verlassen haben, rechne ich damit, dass sich in den kommenden Monaten die Lage am Arbeitsmarkt verschlechtern wird.“ Im vergangenen Jahr sei das Land bisher glimpflich durch die Krise gekommen. Vor allem die Kurzarbeit habe viele Arbeitsplätze gerettet. Auf dem Höhepunkt waren im April rund 35.400 Beschäftigte in knapp 690 Betrieben in Kurzarbeit.

„Bei einer Befragung der Betriebe, deren Bezugsfrist für das Kurzarbeitergeld zum Jahresende ausläuft, äußerten knapp die Hälfte, dass sie auch 2010 dieses Angebot zur Sicherung ihrer Arbeitsplätze nutzen wollen“, sagte Schade. Das stimme ihn hoffnungsvoll für das Jahr, wenngleich die Zahl der Entlassungen deutlich steigen werde. Das exportabhängige Saarland ist als Industriestandort besonders von der weltweiten Wirtschaftskrise betroffen.

Im Durchschnitt stieg die Zahl der Arbeitslosen an der Saar im vergangenen Jahr auf 39.100 - 2100 oder 5,5 Prozent mehr als im Schnitt des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,7 Prozent -nach 7,3 Prozent 2008. Im Ländervergleich konnte das Saarland damit seinen fünften Platz behaupten, sagte Schade.

Saarlands Ministerpräsident Peter Müller (CDU) bekräftigte, die Landesregierung werde um jeden Arbeitsplatz kämpfen. Dennoch werde es ein schwieriges Jahr, ein Anstieg der Arbeitslosigkeit lasse sich angesichts der Folgen der Krise kaum vermeiden. Dennoch könne es gelingen, die Zahl der Arbeitslosen deutlich unter 50.000 zu halten.

Im Dezember waren an der Saar rund 37.600 Menschen ohne Job - 500 oder 1,3 Prozent mehr als noch vier Wochen zuvor. Binnen Jahresfrist lag die Zahl der Arbeitslosen um 3000 oder 8,8 Prozent höher. Die Arbeitslosenquote wurde im Dezember mit 7,5 Prozent beziffert - nach 7,4 Prozent im November und 6,8 Prozent im Dezember 2008.

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