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2011 war ein ernüchterndes Freibad-Jahr

St. Ingbert/Bliestal. Über den Sommer 2011 ist viel geredet und viel geschrieben worden – doch selten Positives. Der verregnete Juli hat die Erinnerung an die Sonnentage in April und Mai schnell vergessen lassen. Es gab ein ständiges Auf und Ab der Temperaturen – die Lust auf den Bikini wechselte sich mit der Sehnsucht nach einer warmen Decke ab. Dieses gefühlte Sommer- Chaos haben auch die Betreiber der Freibäder in der Region deutlich zu spüren bekommen. Als eines der ersten öffnete das Freibad des Blieskasteler Freizeitzentrums seine Pforten. Bereits im April konnten die Gäste dort Sonne tanken und sich zwischendrin im kühlen Nass erfrischen. „Die Besucher haben die frühe Öffnung rege genutzt“, sagt Georg Becker, Geschäftsführer des Freizeitzentrums. Im Juli ist im Blieskasteler Kombibad die Besucherzahl deutlich zurückgegangen. So betrachtet Georg Becker die Freibadsaison 2011 mit gemischten Gefühlen. „Ich bin nicht so sehr enttäuscht über die Besucherzahlen. Die klassischen Freibäder hat es schwerer getroffen. Wir konnten mit unserem Kombibad punkten“, so Becker. Von April bis September zählte das Bad rund 92 000 (Freibad und Hallenbad) Besucher. In Blieskastel geht die Freibadsaison noch bis zum 16. Oktober. „Über unser Blockheizkraftwerk kann das Freibad bei Bedarf geheizt werden“, erklärt Becker und wünscht sich einen goldenen Herbst. Im St. Ingberter „blau“ ist die Freibadsaison seit dem 5. September beendet.



Am letzten Wochenende der Saison 2011 ist es noch gelungen, wenigstens die 40 000 Besuchermarke zu knacken. Von Mai bis September zählte man schließlich 40 880 Badegäste. Fast 26 000 weniger als im Vorjahr, wie Bäderchef Norbert Usner erklärt. Den Sommer 2011 beschreibt er als abwechslungsreich. Jede Woche hätte alle Wetterfacetten geboten: Sonne, Wolken, Regen. „Aus Bädersicht war die Freibadsaison 2011 die schlechteste seit zig Jahren“, so Usner. Das verdeutlicht auch die Zahl der Hallenbad-Besucher von Mai bis September: 62 340. In einem Gremium diskutiere man derzeit, ob man das Hallenbad künftig auch in den Sommerferien öffnet. Allerdings müssten in dieser Zeit in jedem Fall auch wichtige Arbeiten durchgeführt werden. „Und die sind teilweise nur bei Nicht- Betrieb möglich.“ Der schöne Frühsommer sei von den „blau“-Besuchern nicht genutzt worden, so Usner. „Wir hatten 8500 Besucher im Mai. Das war in Anbetracht des schönen Wetters nicht zufriedenstellend.“ Für die Zukunft glaubt Usner, dass bei den Badegästen ein Umdenken stattfinden wird und sie sich bei Sonnenschein auch mal spontan für einen Freibadbesuch entscheiden. Für gewöhnlich brauche es immer ein paar schöne Tage am Stück, bis die Besucher ins Freibad kommen. Die Wetterkapriolen im Sommer 2011 haben besonders das Freibad in Walsheim getroffen. „Wir hatten 17 190 Besucher“, sagt Wolfgang Degott, Leiter des Kulturamtes der Gemeinde Gersheim.



„Das ist die Hälfte der Besucherzahl aus dem vergangenen Jahr.“ Somit geht die Freibadsaison 2011 als eine der schlechtesten seit Bestehen des Schwimmbades in die Statistiken ein. „Wir haben ein reines Freibad. Das ist extrem wetterabhängig“, so Degott. Die fehlenden Badegäste haben auch negative Auswirkungen auf die umliegende Gastronomie und den angeschlossenen Campingplatz. „Kurzzeitcamper sind wichtig für uns, aber auch da sind die Zahlen dieses Mal schlecht“, so Degott.
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