L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Priorität: Dringend

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2015 Eröffnung? St. Wendeler Freibad wird komplett erneuert

In Badehosen wird Landrat Udo Recktenwald 2015 einen offiziellen Termin wahrnehmen. Das jedenfalls kündigte er gestern beim offiziellen ersten Spatenstich am neuen St. Wendeler Freibad an: „In einem Jahr treffen wir uns hier in Badehose, damit wir das neue Freibad testen können.“

Denn 2015, „etwa um die gleiche Zeit“, wie es Bürgermeister Klaus Bouillon ausdrückt, soll ein Betrag von rund fünf Millionen Euro investiert und das neue Freibad am alten Platz fertig sein. Schon heute, so erzählt der Bürgermeister weiter, fragten ihn zahlreiche Bürger, wann sie denn endlich ihre Bahnen im neuen Becken ziehen könnten. „Ich bin kein Wahrsager“, hält sich Bouillon bedeckt. Das genaue Datum könne er nicht sagen. Aber so viel: Es gehe gut voran. Schon jetzt seien viele Arbeiten abgeschlossen: unter anderem sind Bodengutachten erstellt, statische Prüfungen erledigt. Die Arbeiten für das Kanalsystem, für Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallationen seien ausgeschrieben. Auch der Entwurf für die neue Riesenrutsche sei fertig. Die ersten Rückbauarbeiten haben ebenfalls begonnen. „Alles, außer den Becken, wird jetzt erst einmal abgerissen“, sagt Bouillon.

Bauamtsleiter Hans-Peter Rupp erklärt, wie das neue Bad aussehen soll: Der Eingang wird an den ehemaligen Nebeneingang verlegt. Die Bademeister-Station bleibt dort, wo sie ist. Allerding würden dort barrierefreie Umkleidekabinen untergebracht. Denn die regulären Umkleidekabinen seien im neuen Bad „realtiv weit hinten“. Das Bistro bleibe an der gleichen Stelle, allerdings gebe es mehr Platz für Tische und Stühle in der Außenanlage. Außerdem entstehe ein neues Plantschbecken samt Wasserspielplatz. Sonnensegel sollen dort für Schatten sorgen.

Familien rückten bei der Entscheidung, das alte Freibad nicht zu schließen, sondern zu sanieren, in den Vordergrund. Sowohl Bouillon und Recktenwald als auch Globus-Chef betonten, dass St. Wendel unbedingt ein Freibad brauche – vor allem im Hinblick auf die Menschen, die es sich nicht leisten können, in Urlaub zu fahren. Im Bewusstsein der sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung, das betonten beide, sei auch die Entscheidung der finanziellen Unterstützung gefallen. Der Landkreis bezuschusst die Kosten mit 20 Prozent, also mit rund einer Million Euro, Bruch steuert zwei Millionen Euro bei.

Hintergrund

Das alte, 1926 erbaute und in den 60er Jahre erweiterte Freibad war über die Jahre so marode geworden, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnte und in den vergangenen Jahren vor der Eröffnung immer wieder hohe Summen investiert werden mussten, um notdürftige Reparaturen zu machen. Trotz der Zahl von rund 43?000 Badegästen in der letzten guten Saison und Einnahmen von knapp 80?000 Euro blieb der Betrieb immer noch mit 200?000 Euro defizitär.

Vor diesem Hintergrund hatte die Stadtverwaltung wegen der seit Jahren vermehrt auftretenden Bauschäden schon vor geraumer Zeit Voruntersuchungen für eine Lösung dieses Dilemmas angestellt. Verschiedene Varianten wurden auch in Kombination mit dem Bau des Wendelinus-Hallenbades in Erwägung gezogen, aufgrund wirtschaftlicher und technischer Aspekte jedoch verworfen. Da ein völlig neues Freibad an einem neuen Standort zu teuer wäre, hat man sich zur umfangreichen Modernisierung des bestehenden Freibades entschlossen. red

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