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2300 Tanzmariechen wirbelten in Fraulautern

Saarlouis-Fraulautern 1200 Menschen füllen die Steinrauschhalle in Fraulautern, als die Gardetänzerinnen und -tänzer der »Karnevalsgesellschaft dann wolle ma emol Rohrbach« die Bühne betreten. Sie treten in der Disziplin »Gemischte Garden« an. Die vier Frauen und zwei jungen Männer tragen blau-weiße Kostüme, als sie zu ihrem Aufmarsch einlaufen. Es folgt ein Auftritt mit komplizierten Schrittkombinationen und Hebefiguren, nach etwa zwei Minuten ist schon die Schlusspose eingenommen. Heike Esseln (22), eine der Tänzerinnen, erklärt nach dem Auftritt: »Wir haben zuletzt zwei Mal die Woche für dieses Turnier trainiert. In dieser Saison ist es unser fünftes.«



 

Es ist einer von vielen Auftritten an diesem Wochenende beim 25. bundesoffenen Gardetanzturnier. Insgesamt tanzen 2300 Aktive in Fraulautern, um sich für die süddeutsche oder die deutsche Meisterschaft zu qualifizieren. In diesem Jahr veranstaltet die »Große Karnevalsgesellschaft Fraulautern« zum sechsten Mal in ihrer Geschichte das Turnier mit Teilnehmern aus dem gesamten Westen Deutschlands. »Schon seit Oktober bereiten wir das Turnier vor, buchen Hotels für die Auswärtigen und bereiten die beiden Turniertage vor«, sagt Jürgen Paschek, der die Organisation der Veranstaltung leitet. Samstags tanzten die Jugend und Junioren, sonntags die Aktiven, Starter, die nach 1995 geboren wurden. Darunter sind Tanzmariechen, Tanzpaare, weibliche und männliche Garden sowie gemischte Formationen. Bewertet werden sie von ehemaligen Tänzern und Sachverständigen aus ganz Deutschland. Den sieben Wertungsrichtern kommt es vor allem auf die Technik, die Choreografie und den Ausdruck an.

Am Samstag überzeugte vor allem die »KTSC Lauda« aus Baden-Württemberg, eine der karnevalistischen Tanzsportgruppen, die neben klassischen Karnevalsvereinen an dem Turnier teilnahmen. »Solche Tanzsportgruppen trainieren teilweise bis zu fünf Mal in der Woche«, erklärt Jürgen Paschek.

Für die Rohrbacher Tänzer hat es am Ende zum vierten Platz gereicht. »Einige sind krank, deswegen mussten wir einiges umstellen, da können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein«, sagt Heike Esseln, deren Gruppe sich bereits auf einem anderen Turnier für die südwestdeutsche Meisterschaft, die in zwei Wochen in Homburg stattfindet, qualifiziert hat. Während sie sich von ihrem Auftritt erholt, tanzen die Sieger der Disziplin, die »Fidelen Sandhasen Oberlar«, die mit etwa 30 Tänzerinnen und Tänzern die Bühne füllen und unter tosendem Applaus ihr Schlussbild einnehmen.

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