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24-Jähriger aus Ludweiler ist an Blutkrebs erkrankt und braucht Stammzell-Spender

Der erkrankte Stefan, hier mit seiner Freundin, ist Fußballer beim SV
Karlsbrunn und Karnevalist bei den Beele?s.

Der erkrankte Stefan, hier mit seiner Freundin, ist Fußballer beim SV Karlsbrunn und Karnevalist bei den Beele?s.

Mit einer Mandelentzündung hat es im Januar angefangen. Die wollte einfach nicht besser werden, die Antibiotika schlugen nicht an, und als Stefan Schäfer eines Morgens schweißgebadet aufwachte, folgte eine Blutuntersuchung. Diagnose: Der 24-Jährige aus Völklingen-Ludweiler hat akute Leukämie . Zur Behandlung benötigt Stefan eine Stammzell-Spende, bisher hat sich aber noch kein passender Spender gefunden. Stefans Freunde und Angehörige veranstalten deshalb gemeinsam mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) am Sonntag, 20. März, von zehn bis 15 Uhr in der Lauterbachhalle eine Registrierungsaktion.

Jeder, der zwischen 17 und 55 Jahren alt und gesund ist, kann sich dort typisieren und in die Datenbank eintragen lassen. Dafür werden den potenziellen Spendern fünf Milliliter Blut abgenommen.

Je mehr Menschen sich typisieren lassen, desto größer ist die Chance, für Stefan – und natürlich jeden anderen Leukämie-Erkrankten – einen passenden Stammzell-Spender zu finden.

Ein Team von sieben Leuten ist unter dem Motto „Stefan will leben!“ unermüdlich in Ludweiler und Umgebung unterwegs, um für die Aktion am 20. März zu trommeln. Sie kleben Plakate, verteilen Flyer, werben in den sozialen Medien und klappern alle Vereine und Unternehmen ab, um zur Mithilfe aufzurufen. „Wir konnten nicht einfach herumsitzen und nichts machen“, sagt Volker Zarth, Vater von Stefans Freundin. Und die Resonanz, sagt er, ist unglaublich positiv. Zahlreiche Vereine und Firmen spenden oder sammeln Geld mit Benefiz-Aktionen. Denn auch mit Geldspenden können Bürger helfen, darauf ist die gemeinnützige DKMS angewiesen. Jede einzelne Typisierung verursacht Kosten von rund 40 Euro.

Kaufhäuser, Bäcker und Metzger spendieren Essen und Getränke für die Registrierungsaktion in der Lauterbachhalle. Wer dorthin kommt, muss für nichts zahlen, kann aber natürlich etwas in die Spendendose werfen. Auch Ortsvorsteherin Christiane Blatt ( SPD ) engagiert sich, fungiert als Schirmherrin für die Veranstaltung.

Die vielen positiven Reaktionen, sagt Volker Zarth, kommen auch bei Stefan an, geben ihm Auftrieb. Kein Wunder, ist er doch ein geselliger Mensch – spielt leidenschaftlich gerne Fußball, ist aktiv bei der Karnevalsgesellschaft Die Beele's. Stefan hat die erste Chemotherapie schon hinter sich, sie hat gut angeschlagen. Seine Freunde und Angehörigen sind optimistisch, dass er es schafft, dass sich ein Spender für ihn findet.

Wer es nicht zu der Veranstaltung in der Lauterbachhalle schafft, kann sich auch von zu Hause aus der bei der DKMS registrieren. Auf deren Internetseite <%link auto="true" href="http://www.dkms.de" text="www.dkms.de" class="more" %> kann man ein Registrierungs-Set anfordern, das aus zwei Wattestäbchen besteht. Damit macht man zwei Abstriche von der Wangenschleimhaut, schickt sie zurück zur DKMS und ist damit registriert.

Zum Thema:

HintergrundWie funktionieren Stammzell-Spenden ? In 80 Prozent der Fälle werden die Stammzellen aus der Blutbahn entnommen. Der Spender bekommt ein Medikament, das die Anzahl der Stammzellen im Blut steigert, und nach ein paar Tagen werden diese dann ähnlich wie bei einer Dialyse oder einer Blutplasma-Spende aus dem Blut herausgefiltert. In den anderen Fällen wird mit einer Nadel unter Vollnarkose Knochenmark aus dem Beckenkamm entnommen. Die Wunden, die entstehen, sind klein und müssen oft nicht genäht werden. Der Krankenhausaufenthalt dauert drei Tage. Welches Vorgehen gewählt wird, richtet sich nach dem Gesundheitszustand des Leukämie-Patienten. lre

Zum Thema:

Auf einen BlickMehrere Vereine unterstützen die Aktion „Stefan will leben“, darunter der Rotary Club Völklingen , der 1000 Euro spendet. Der Fanfarenzug Ludweiler veranstaltet am 5. März um 19 Uhr (Einlass ab 17 Uhr) ein Benefizkonzert in der Kulturhalle Wehrden, Eintritt: zehn Euro. lre
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