L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (01:43)

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2,4 Millionen Euro für Homburgs Straßen

Homburg/Bexbach/Kirkel. Der Winter hat in den vergangenen Tagen eine kurze Regenpause eingelegt. Und spätestens sobald der Schnee weg ist, zeigen sich in den Straßen die Schäden, die der Frost und die Nutzung überhaupt hinterlassen haben. Das ist eigentlich jedes Jahr so und ebenfalls schon üblich ist das große Rechnen bei den chronisch klammen Städten und Gemeinden, woher das Geld kommen soll, um die Straßen wieder auf Vordermann zu bringen. Wie groß und zahlreich die Löcher sind, sei jetzt noch nicht abschließend zu sagen, hieß es aus Homburg, Bexbach und Kirkel. Zunächst müsse das Ende der Frostperiode abgewartet werden. Glaubt man den Wetterdiensten, wird es zum Wochenende dann auch schon wieder winterlicher.

In Homburg gibt es eine Kommission, die sich um den Zustand der Straßen kümmert, teilte Stadt-Pressesprecher Jürgen Kruthoff mit. Man werde noch drei bis vier Wochen abwarten, danach die Straßen abfahren und schauen, ob sich auf der Prioritätenliste etwas verschiebe. Es sei keine Frage, dass es viele Straßen sehr nötig hätten, instand gesetzt zu werden, sagte Kruthoff. Zum einen spiele da natürlich der Zustand eine Rolle, zum anderen sollten aber auch möglichst alle Stadtteile zum Zuge kommen. Im Prinzip aber seien alle fragliche Straßen in einem solchen Zustand, „dass man eigentlich nichts falsch machen kann“, fügte er hinzu. Im Moment sei vorgesehen, etwa zwölf bis 13 Straßen in Homburg abzuarbeiten. 1,3 Millionen Euro seien für großflächige Sanierungen im Haushalt im Jahr 2013 geplant, 2014 sollen dann noch einmal 1,1 Millionen Euro investiert werden. Das sei eine ähnliche Größenordnung wie in den vergangenen Jahren. Allerdings stehe hinter all dem ein Fragezeichen, da der Haushalt noch nicht genehmigt sei, so Kruthoff weiter. Es würden jedoch bereits jetzt Ausschreibungen vorbereitet, damit es dann schnell gehen könne.

Neben diesen Posten gibt es zusätzliche. So sei der städtische Baubetriebshof ständig unterwegs, um die Löcher mit Kalt-Asphalt zuzumachen – kein besonders langlebiges Unterfangen. Das diene dazu, Gefahren abzuwehren. Zudem könnten Schäden größer werden, wenn man sie gar nicht behebe, erläuterte er. Schon etwas nachhaltiger sei das Verfahren, mit dem eine Fachfirma Löcher saniere. Dies schlage im Jahr mit 500 000 Euro zu Buche. Das Vorgehen werde angewendet, wenn Kalt-Asphalt nichts mehr bringe. Dabei würden die Löcher ausgeschnitten und mit warmem Asphalt gefüllt. Damit gehe es aber auch erst los, wenn die Frostperiode vorbei sei, um sicher zu gehen, „dass es hält“. Mit Kalt-Asphalt seien die Trupps hingegen immer an der Arbeit. „Wir wissen auch, dass es nicht lange hält. Das ist unserer tägliche Sisyphosarbeit“, machte Kruthoff klar.

HINTERGRUND

Wenn es um den Zustand der Straßen geht, sieht es auch in Bexbach und Kirkel nicht rosig aus. Im Moment seien drei Mann unterwegs, die kleine Schlaglöcher mit Kalt- Asphalt zumachten, sagte Gerhard Johann vom Baubetriebshof Bexbach (BBH). Es sei besonders schlecht, wenn bei milderem Wetter der Regen unter die Decke laufe und in den Schotter eindringe. Wenn es dann wieder kalt werde und friere, „werden die Schäden größer“, sagte er. Insgesamt seien die Schäden enorm. Einen Überblick gebe es noch nicht, fügte Georg Zintel, Bereichsleiter technische Dienste bei der Stadt Bexbach, hinzu. Noch sei man nicht rund gefahren. „Das macht eigentlich erst Sinn, wenn der Februar rum ist.“

Schlaglöcher und Unfallgefahren würden natürlich beseitigt, aber „wir haben noch keinen Haushalt und noch kein Sanierungsprogramm“.

In der Gemeinde Kirkel sieht es ähnlich aus. Im Moment laufe eine Bestandsaufnahme, dann werde erst geplant, was zu machen ist, informierte Claus Eckel, Leiter des Bauamtes. Und auch in Kirkel wird natürlich erst einmal abgewartet, was der Winter noch so bringt. Größere Schäden werden hier ebenfalls provisorisch mit Kalt- Asphalt geflickt, so Eckel, einfach „damit nichts passiert“. ust

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