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24.000 feierten „Rocco Del Schlacko“-Festival

Püttlingen. Beneiden konnte man die Organisatoren des „Rocco Del Schlacko“ in den letzten Tagen vor Festivalstart nicht. Das 2009 für große Regenmengen präparierte Gelände, die Sauwasen bei Herchenbach, wurde vom nassen Augustwetter sehr in Mitleidenschaft gezogen; der Aufbau verzögerte sich, war aber bis zum zum Einlass am Donnerstagnachmittag abgeschlossen.

Das früher eintägige Festival läuft mittlerweile zweieinhalb Tage lang und zieht Rock-, Ska-, Reggae-, Punkrock- und Hip-Hop-Fans nicht nur aus der Region an, sondern auch von weit außerhalb. Von Jahr zu Jahr wurde „Rocco“ aufgestockt, um ein Minifestival am Vorabend erweitert, das Gelände vergrößert, das Programm vielfältiger und hochkarätiger. So war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis es irgendwann einmal im Vorfeld ausverkauft sein würde. Fünf Tage vor dem diesjährigen Start war es erstmals soweit: Alle 24.000 Karten waren an den Mann gebracht.
Neu war diesmal, dass verhältnismäßig harte Bands spielten – nach dem Aus des auf härtere Musik ausgerichteten St. Wendeler „Rock Am Bach“-Open Airs durchaus konsequent. Um dieses nun verwaiste Zielpublikum anzulocken, erweiterte Festivalleiter Thilo Ziegler das „Rocco“-Spektrum: mit Punk- und Metalklängen von Dropkick Murphys, Bullet For My Valentine und Broilers, die durchweg gut ankamen.

Große Erwartungen weckte der Auftritt der australisch-britischen Band Pendulum. Es war ein Novum beim Festival, dass die Veranstalter die Stromversorgung aufstocken mussten, um den technischen Anforderungen einer Band Rechnung zu tragen. Während der quirlige, stets hin und her laufende Sänger Rob Swire und seine Mannen mit Rock, Industrial und Electro die Menge anpeitschten, erstrahlten an die 100 Stroboskoplichter im Stakkato. So eindrucksvoll das Lichtspektakel war, auf Dauer war der Prodigy-ähnliche Sound bei immenser Lautstärke ermüdend.

Der Höhepunkt an einem mit vielen guten Bands bestückten und nahezu regenfreien Festival war das Gastspiel der deutschen HipHopper Die Fantastischen Vier. Mittags entspannte sich die Band beim Golf, abends gab sie auf den Sauwasen alles. Sie versetzte die Besucher – nach einer etwa viertelstündigen Warmlaufzeit – in einen kollektiven Freudentaumel. Bis in die hintersten Reihen wurde mitgehüpft und mitgeklatscht. Thomas D, Smudo, Michi Beck, And.Ypsilon und ihre Begleitband rundeten das Festival mit einer perfekten Show und vielen Hits ab, darunter „MFG“, das martialische „Krieger“ und „Ernten was wir säen“. Ein fulminanter Schlusspunkt. Bleibt nur die Frage, welche Band das im nächsten Jahr übertreffen soll. Die Messlatte liegt jetzt sehr hoch.
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