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25 000 Besucher bei den Mittelaltertagen im Deutsch-Französischen Garten

Manche Besucher selbst waren echte Hingucker: Christine Augustin, Sascha Thiery und Tamara Brill (v.li.).Fotos: Becker&Bredel

Manche Besucher selbst waren echte Hingucker: Christine Augustin, Sascha Thiery und Tamara Brill (v.li.).Fotos: Becker&Bredel

Arandur, Skadir und Tjalda sehen toll aus. Die Gehörnte hat selbstgebaute Huf-Schuhe und ihre schneeweiße Freundin gar ein Geweih auf dem Kopf. Der dritte im Bunde ist ein Ritter, jedenfalls fast, denn sein Kostum ist nicht historisch, sondern ein Phantasiegewand.

 

Bei echten Rittern stimmt jedes Detail. Die „Phantasten“ und die „Historiker“, denen jedes Teil am mittelalterlichen Gewand nicht original genug sein kann, trafen sich am Wochenende zu den 7. Phantasie- und Mittelaltertagen im Deutsch Französischen Garten (DFG) in Saarbrücken . 25 000 Besucher zieht das Fest inzwischen an, und es werden jedes Jahr mehr, sagt Organisator Gerd Drenkow. Mit 15 000 Besuchern begann es, als er zum 50-jährigen Bestehen des DFG erstmals die Szene nach Saarbrücken holte. Heute kommen die Gaukler, Schausteller und Fans aus ganz Europa. Saarbrückens Markt hat sich etabliert. In diesem Jahr wurde das Ehrental dazugenommen, mit der erweiterten Fläche genehmigte die Stadt mehr Besucher. Christine Augustin (Arandur), Sascha Thiery (Skadir) und Tamara Brill (Tjalda) sind mit ihren Kostümen ein beliebtes schönes Fotomotiv, es gibt auch ein hässliches, den „hässlichen Hans“, einen Bettler. Er will der Hässlichste sein und erfüllt den Anspruch auch. Daneben gibt es Orks und Ritter, Edelfrauen und Knappen. Es gibt viel anzuschauen.

 

Nicht sehen kann man, was Kartenlegerin Kerstin Priess den beiden Saarbrückerinnen Birgit Finck und Christine Reuter vorhersagt, denn das Zelt des Magischen Auges ist eine diskrete Zone. Priess ist seit 30 Jahren Kartenlegerin, sie hat Stammkunden, braucht in Saarbrücken ein Terminbuch. „Die Karten lügen nicht, das ist keine Bespaßung“, sagt Finck.

 

Elke Arnold vom Heimatkundlichen Verein Gersweiler bildet mit drei Familien ein Lager, abends gibt es Wildschwein am Spieß. „Die Orks bekommen dann die Knochen“, sagt sie, denn die wohnen nebenan. Vier Tage lebt Arnold im DFG: „Da lässt man den Alltag zuhause“, sagt sie, nur fünf Kilometer von zuhause entfernt.
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