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25 000 Euro für die Sicherheit am Totobad

Das nächste heiße Wochenende steht bevor. „Wir haben bereits auf die Wetterprognosen reagiert und für das Wochenende Straßensperrungen und Sicherheitsdienste für das Schwarzenbergbad in Saarbrücken und das Fechinger Schwimmbad organisiert“, sagt Gabriele Scharenberg-Fischer, Geschäftsführerin der Bäderbetriebsgesellschaft Saarbrücken . An den vergangenen beiden Wochenenden war es gerade bei der Zufahrt zum Schwarzenbergbad (Totobad) zu Ausnahmezuständen gekommen. An der Einmündung Kobenhüttenweg/Straße Am Schwarzenbergbad wurde kreuz und quer trotz Verbot geparkt. Die Sperren wurden fast immer nur nach Rücksprache mit dem Sicherheitsdienst akzeptiert, wobei die Sicherheitsleute teilweise aufs Übelste beschimpft wurden (die SZ berichtete).

Die gleichen Ausnahmezustände ereigneten sich auch vor dem Schwimmbad in Fechingen, wie Scharenberg-Fischer mitteilt. An heißen Wochenenden sind bereits am Vormittag alle Parkplätze um die Bäder belegt, die Straßen müssen aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. „Am vergangenen Samstag musste am Schwarzenbergbad dreimal der Krankenwagen gerufen werden. Wenn die Straßen vor den Bädern zugeparkt sind, kommt dort kein Rettungsfahrzeug mehr durch“, sagt sie.

Hamza Alazy ist Geschäftsführer des Saarbrücker Sicherheitsunternehmens Sicherheitswache Saar. Sein Team stellt die Sperren auf und leistet den Sicherheitsdienst am Totobad und in Fechingen. Er sagt: „Auf der einen Seite kann ich die Badegäste verstehen. Sie sind wahrscheinlich von der Hitze gestresst und wollen einfach nur ins Wasser. Auf der anderen Seite stehen dort unsere Mitarbeiter, die einfach nur ihren Job machen, zur Sicherheit und zum Wohle der Badegäste.“ Alazy: „Man stelle sich mal die Situation vor, jemandem, der die Absperrungen ignoriert und die Zufahrt zuparkt, passiert im Bad etwas und der Rettungswagen kommt nicht durch.“

Vernünftige Reaktionen würden im Übrigen auch Geld sparen, denn die Straßensperren und der Sicherheitsdienst wurden nur installiert, da eine Beschilderung mit Parkverbot in der Vergangenheit einfach ignoriert wurde.

„Wir bezahlen im Jahr etwa 25 000 Euro nur für Sicherheitsmaßnahmen beim Schwarzenbergbad. In Fechingen gibt es diese Maßnahmen erst seit diesem Jahr, und da wird es ähnlich teuer. Wenn die Badegäste vernünftiger wären, hätten wir weitaus geringere Kosten“, sagt Gabriele Scharenberg-Fischer.Der Artikel „Höllenjob vorm Totobad“ (SZ vom 13. Juli) hat auf der Facebook-Seite der SZ-Redaktion, „Leben in Saarbrücken “, für viel Diskussion gesorgt. Reinhard Palla schreibt: „Unten ist ein großer Parkplatz, 200 Meter laufen schadet nix.“ Laut Thorsten Surf zeigt dies zwei Probleme: Erstens „das Niveau der Leute, von wo auch immer sie herkommen und zu strack sind, ein paar Meter zu laufen (um dann nachher Sport zu treiben)“. Zweitens: „Ein Schwimmbad in der Größe muss normalerweise auch entsprechende Parkplätze in unmittelbarer Nähe vorweisen können, was es von Anfang an nie hatte. (Stadtplanung).“ Christine Papillon: „Die Armen stehen da und versuchen, ihren Job zu machen... wenn man aber nett fragt, darf man hochfahren und jemanden dort abholen... und natürlich gleich wieder runterfahren... es steht ja unten ein großer Parkplatz – aber da muss man ja ein Stück hochlaufen (…).“ Gabriele Bouillon: „Wird aus so einem Meckerer mal ein Notfall, ist er froh, wenn der Notarzt durchkommt! Ich beneide diese beiden (...) nicht um diesen Job...“ Berndt Wilhelm schreibt: „Ich verstehe diese beiden nicht. Wenn jemand so etwas macht, Kennzeichen notieren und der Polizei übergeben (…).“ Dagmar Peuker: „Unglaublich, diese Ellenbogenmentalität.“ Michael Auert findet: „Ich denke mal, mindestens 50 Prozent derjenigen, die mit dem Auto kommen, hätten auch den Bus nehmen können. Da fahren tagsüber genug Busse lang.“
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