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25 Millionen für Kohlekraftwerk Bexbach

Das Steinkohlekraftwerk Bexbach wird nach Angaben von Evonik Power Saar für 25 Millionen Euro modernisiert. Dadurch soll der Kraftwerksstandort für die kommenden Jahrzehnte gesichert werden.

Von Thomas Sponticcia und Lothar Warscheid (SZ)


Bexbach
. Das mit Steinkohle betriebene Kraftwerk von Energie Baden Württemberg (EnBW) und Evonik Power Saar am Standort Bexbach wird für 25 Millionen Euro modernisiert. Dazu findet in der Zeit vom 15. Oktober bis 28. November eine große Revision statt. Ziel sei es, auch künftig am Standort Bexbach Strom zu wirtschaftlichen Bedingungen zu produzieren bei weiter erhöhter Leistung, wettbewerbsfähigen Preisen und einer möglichst hohen Umweltverträglichkeit. Dies sagten Peter Nützl, Mitglied der Geschäftsführung von Evonik Power Saar, und Michael Lux, Leiter des Kraftwerks Bexbach, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Die Betreiber des Kraftwerks strebten mit den Investitionen an, das Kraftwerk zukunftssicher zu machen für die kommenden Jahrzehnte. Am kostenintensivsten sind die Erneuerungen von Teilen der Turbine und der Anlage zur Kohle-Verarbeitung. Die Modernisierung der Turbine soll ihre Leistungsfähigkeit steigern zunehmen und der den Wirkungsgrad des Kraftwerks erhöhen.

Die Arbeiten an der Anlage, die die Kohle mahlt und trocknet, sollen einen besseren Einsatz der Importkohle ermöglichen, die per Bahn in Bexbach angeliefert wird. Der Anteil saarländischer Steinkohle an der Stromproduktion im Kraftwerk macht derzeit noch rund die Hälfte des Kohlebedarfs aus. macht, müssen Bis Mitte 2012 müssen diese Mengen durch Importkohle ersetzt werden. Denn nur bis dahin wird im Saarland Steinkohle gefördert. Hier soll die Optimierung der sogenannten Mahltrocknung helfen. Denn im Gegensatz zur Saar-Kohle, die Nützl und Lux als „Premium-Kohle mit hohem Heizwert“ ansehen, entspreche gegenwärtig die Qualität der Importkohle nicht immer den Erfordernissen in der Weiterverarbeitung.

Das Kraftwerk Bexbach bezieht derzeit Importkohle aus Kolumbien, Südafrika und Russland. Auch aus Indonesien wurden schon Vorräte angeliefert. Den Einkauf steuert die EnBW. Wenn es unter Voll-Last läuft, benötigt das Kraftwerk 6000 Tonnen Kohle täglich. Der kraftwerkseigene Kohlelagerplatz ermöglicht einen Vorrat von rund 350.000 Tonnen. Diese Menge reicht für rund zwei Monate.

Mit der Modernisierung des Kraftwerks Bexbach engagieren sich die Betreiber nach eigenen Worten für den Erhalt einer gesicherten Stromversorgung an der Saar und in benachbarten Regionen. „Wir sind bereit, unseren Beitrag dazu zu leisten“, sagt Peter Nützl. Er wünscht sich, dass dieser Beitrag des Kraftwerks Bexbach zur gesicherten Energieversorgung mehr Gehör findet – auch bei Umweltministerin Simone Peter (Grüne). Zwar habe sie nach ihrem Amtsantritt zu einer Veranstaltung mit Energieunternehmen und Forschungseinrichtungen eingeladen. , um mit ihnen zu sprechen. Die Betreiber des Kraftwerks Bexbach hätten dieses Termin auch wahrgenommen. „Seitdem ist aber nichts mehr passiert. Kein Vorwurf an die Ministerin, aber eine nüchterne Feststellung“, sagt Peter Nützl.



Hintergrund

Das Kraftwerk Bexbach gehört den Partnern EnBW Kraftwerke AG, Eon Kraftwerke GmbH, Stawag GmbH (eine Tochter der Stadtwerke Aachen) sowie der Evonik-Steag-Tochter Evonik Power Saar GmbH. Letztere ist zu 25 Prozent beteiligt und mit der Betriebsführung betraut. Das Steinkohle-Kraftwerk hat eine Leistung von 773 Megawatt. Es gibt im Schnitt pro Jahr 2500 Gigawattstunden Strom ab bei einer Betriebszeit von 4330 Stunden, davon 3512 in Volllast. Am Standort Bexbach sind 142 Mitarbeiter beschäftigt. ts
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