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29 Saarländer leiden an Schweinegrippe

Die Zahl der mit Schweinegrippe infizierten Saarländer ist mittlerweile auf 29 gestiegen. Ab Spätherbst sollen Impfungen stattfinden. Eine Expertin empfiehlt Doppelimpfung: gegen die „normale“ und die Schweinegrippe.

Saarbrücken.
Die Zahl der Schweinegrippe-Infizierten steigt im Saarland weiter an. Nach Auskunft des Gesundheitsministeriums haben sich 29 Menschen mit dem Virus H1N1 infiziert. Der größte Teil hat sich im Urlaub auf Mallorca angesteckt.
Auf einen Impfstoff gegen das Virus müssen die Deutschen allerdings noch warten. Der Sprecher des saarländischen Gesundheitsministeriums, Stephan Kolling, rechnet damit nicht vor Ende November: „50 Millionen Dosen müssen schließlich erst produziert, getestet und verteilt werden.“ Die Menge reiche laut Kolling für 22,5 Millionen Menschen. Chronisch Kranke sowie andere Risikogruppen sollen zuerst geimpft werden (wir berichteten). Obwohl der Impfstoff noch auf sich warten lasse, sei Panik unangebracht, sagt die Saarbrücker Allgemeinmedizinerin Dr. Beatrice Gospodinov: „Derzeit ist der Virus noch nicht so gefährlich wie die normale Influenza.“ Allerdings sei es möglich, dass sich das Virus in nächster Zeit noch verändere.

Laut Gospodinov gebe es derzeit nur wenige Möglichkeiten, sich wirksam gegen die Schweinegrippe zu schützen. Es bleibe nur, Menschenansammlungen zu vermeiden und sich regelmäßig die Hände zu waschen. Auch sei es ratsam, in den Ellenbogen statt in die Hände zu niesen.
Risikogruppen wie Senioren oder Menschen mit Immunschwäche könnten sich laut Gospodinov schon jetzt gegen Folgeerkrankungen der Schweinegrippe impfen lassen. Für diese Gruppen sei es empfehlenswert, sich mit einer Pneumokokken-Impfung gegen Lungenentzündungen zu schützen.

Wenn der Impfstoff auf den Markt komme, schütze er nur vor der Schweinegrippe und nicht vor dem normalen Influenza-Virus, betonte Gospodinov. Daher sei es empfehlenswert, sich doppelt impfen zu lassen. Bei der normalen Grippeimpfungen sei in der Regel nur mit leichten Nebenwirkungen wie erhöhter Temperatur zu rechnen. Eine Info-Hotline des Gesundheitsministeriums ist für Fragen zum Thema Schweinegrippe unter Tel. (0681) 501-3694 oder -3695 erreichbar.

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