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3. Fußball-Liga: 1. FC Saarbrücken trifft am Samstag auf VfB Stuttgart

Am letzten Tag des so genannten Transferfensters II hat der Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken noch einmal zugeschlagen. Der 28-jährige Linksverteidiger Mounir Chaftar kommt vom Zweitligisten VfL Bochum zum FCS. „Er ist ein erfahrener Mann im besten Alter“, sagte FCS-Trainer Milan Sasic über den Neuzugang Nummer 13 unter seiner Verantwortung. Chaftar absolvierte am Freitag den Medizin-Check, wird im Spiel gegen den VfB Stuttgart II an diesem Samstag (14 Uhr, Ludwigspark) aber noch nicht im Kader sein.

Die Verpflichtung Chaftars macht deutlich, dass FCS-Präsident Hartmut Ostermann dem in die Kritik geratenen Übungsleiter Sasic weiter vertraut. Und das, obwohl sich nach der schwachen Vorstellung bei der 1:3-Niederlage im Saarderby bei der SV Elversberg der Ärger im Umfeld des Vereins auf den Kroaten konzentrierte. Nicht nur Aufsichtsrats-Chef Michael Arnold sah „das Experiment Sasic“ kurz vor dem Scheitern, auch in der Mannschaft mehren sich seither kritische Stimmen.

„Borussia Dortmund ist zwei Mal deutscher Meister geworden mit langen Bällen“, zeigte sich Sasic von der Diskussion um die Spielweise genervt, „bei uns im Training ist angesagt, dass über die Mittellinie nicht mehr hoch gespielt wird. Wir wollen die Kugel nicht wegschlagen, wir wollen Fußball spielen.“ Die Trainingskibitze am Dienstag sahen jedoch wenig Veränderung. Am Donnerstag sah es dann immerhin schon mehr nach Fußball aus.

Der Einsatz der Spieler war in dieser Woche zumindest schon mal größer. Den Zusammenstoß von Francois Marque und Raffael Korte kann man als Trainingsunfall einordnen – beide mussten genäht werden, beide stehen gegen den VfB im Kader. Andere Aktionen gingen über das übliche Maß an gesunder Aggressivität hinaus: Nach einem heftigen Foul von Julien Humbert im Trainingsspiel schimpfte Lukas Kohler wie ein Rohrspatz. Zuvor waren Thomas Rathgeber und Kevin Pezzoni heftig aneinander geraten. „Wir sind doch nicht im Kindergarten“, sagte Pezzoni zu den Nicklichkeiten in den Zweikämpfen: „Aalglatt und Friede, Freude, Eierkuchen bringen uns nicht weiter. Wir haben uns danach alle die Hand gegeben und fertig.“ Auch Manuel Zeitz relativierte: „Wir sind uns nicht am Zerfleischen in der Mannschaft. Sicher hilft ein Erfolgserlebnis, die Stimmung zu verbessern.“

Dass am Samstag mit der U23 des VfB laut Sasic eine „der spielerisch stärksten Mannschaften der Liga“ Gegner sein wird, komme dem FCS sogar entgegen. „Es ist für uns einfacher gegen Mannschaften, die versuchen, selbst Fußball zu spielen“, sagte Sasic: „Wir müssen über den Kampf in unser Spiel kommen.“

Martin Forkel steht nach abgesessener Sperre wieder zur Verfügung, Thomas Rathgeber und Francois Marque rücken in den Kader. Für sie müssen Maurice Deville, Nils Fischer und Vito Plut auf die Tribüne. Dorthin wird Markus Hayer nicht mehr schaffen. Sein Vertrag wurde aufgelöst. Wegen zweier Kreuzbandrisse spielte Hayer insgesamt nur 13 Mal in der 3. Liga für den FCS.
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