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30 Millionen für Ludwigspark-Umbau?

Das Ludwigspark-Stadion ist in die Jahre gekommen...

Das Ludwigspark-Stadion ist in die Jahre gekommen...

Saarbrücken. Die Stadt Saarbrücken und das Land erhöhen in der Stadiondiskussion das Tempo, eine Entscheidung steht allerdings aus: Die Landesregierung bekräftigte gestern erneut ihre Bereitschaft, sich an einem Stadionbau in Saarbrücken finanziell zu beteiligen. Der Chef der Staatskanzlei, Karl Rauber (CDU), unterstützt das Vorhaben ebenso wie Ministerpräsident Peter Müller. Allerdings schränkte Rauber gestern  ein: „Das Land ist weder Investor noch Bauherr.“ Wie tief das Land in die Tasche greifen will, ließ er offen. In der Vergangenheit war von bis zu 15 Millionen Euro aus der Landeskasse die Rede. Eine in Medien berichtete Entscheidung entweder für das neue Stadion oder den Bau einer Eventhalle will Rauber allerdings nicht mitmachen. „Da muss sich die Stadt schon festlegen“, sagte Rauber.



Kramp-Karrenbauer aufgeschlossen für  Stadion-Neubau

Auch Sportministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, die auf Peter Müller als Regierungschefin folgen soll, zeigt sich aufgeschlossen für einen Stadion-Neubau. Dem Vernehmen nach sprach sie intern von einer „Leitinvestition“, die insbesondere hinsichtlich der Infrastruktur im Saarland wichtig sei. Gewiss sei die finanzielle Situation außerordentlich schwierig, doch dürften sich Stadt und Land nicht darauf beschränken, „nur noch Schlaglöcher zu stopfen“. Ein weiterer namhafter Unterstützer des Vorhabens ist CDU-Fraktionschef Klaus Meiser, ehemals im Vorstand des 1. FC Saarbrücken. Er spricht sich für eine „wirtschaftliche und bescheidene Lösung“ aus. Spitzenfußball in den Profiligen eins bis drei sei nur mit einem konkurrenzfähigen Stadion möglich.

30 Millionen Euro für  Um- und Neubau

Im Raum stehen 30 Millionen Euro an Kosten für einen teilweisen Um- und Neubau des in die Jahre gekommenen Ludwigsparks. Das 1952 gebaute Stadion bietet Platz für 35 000 Menschen. Ein vom 1. FC Saarbrücken favorisierter Entwurf sieht 22 000 Plätze vor.

Die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz erwartet „erhebliche Erhaltungsinvestitionen“ im alten Stadion. „Ich habe bereits vor über einem Jahr darauf hingewiesen, dass ich für eine sinnvolle Sanierung des Ludwigsparkstadions zehn Millionen Euro einkalkuliere, sollte es nicht zu einem Neubau kommen“, sagte sie. In Zeiten knapper Kassen sei es besonders wichtig, eine nachhaltige Lösung zu finden. Ein bundesligataugliches Stadion hält sie wichtig für die Attraktivität von Stadt und Land. In Konkurrenz zu anderen Projekten in Saarbrücken stünde die Investition nicht. Ob sich ein zusätzlicher Zehn-Millionen-Kredit der Stadt von selbst bezahlt, weil Unterhaltskosten gespart werden, ist offen: „Wir müssen das ganze Vorhaben ehrlich und seriös durchrechnen, dazu zählt auch die Höhe der künftigen Unterhaltungskosten. Von einer Reduzierung der heutigen Unterhaltungskosten in Höhe von rund einer Millionen Euro können wir nicht ausgehen.

“ Britz will nun bei einem Treffen mit dem Ministerpräsidenten „wichtige Fragen“ etwa zum Haushaltsrecht diskutieren. Die Aussagen des Landes dazu seien Voraussetzung, um die städtischen Gremien zu befassen: „Denn abschließend wird der Stadtrat über einen Stadionumbau entscheiden“, sagte Britz – auch nach Kritik von FDP und Grünen im Stadtrat, die an ihr Haushaltsrecht erinnert hatten.

Auf einen Blick

Das Ludwigsparkstadion in der Camphauser Straße in Saarbrücken ist 1952 gebaut worden. Das Fassungsvermögen beläuft sich nach Angaben des Vereins auf 35 303 Plätze, davon sind 8303 Sitzplätze und 27 000 Stehplätze. Das Stadion ist Austragungsort der Heimspiele des 1. FC Saarbrücken. Der Verein spielt aktuell in der Dritten Bundesliga.

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