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300 Einsatzkräfte aus dem Saarland kämpfen mit gegen die Fluten

Flutretter der DLRG Saar bergen mit Booten Menschen aus ihren Wohnungen.

Flutretter der DLRG Saar bergen mit Booten Menschen aus ihren Wohnungen.

Das Hochwasser hält Deutschland weiter in Schach. Tausende Menschen an der Elbe leiden unter den Folgen der Fluten. Um noch Schlimmeres zu verhindern, sind Tausende Helfer im Einsatz, darunter inzwischen fast 300 Saarländer. Neben THW und Feuerwehr hat auch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Helfer nach Ostdeutschland geschickt. „Zwei Personen, 14 Schafe und zehn Schweine haben wir bereits vor dem Hochwasser gerettet“, sagt Oliver Zangerle, Sprecher des DLRGLandesverbandes Saar.

34 Rettungsschwimmer aus dem Saarland kämpfen mit sechs Booten südlich von Magdeburg zwischen Elbenau und Schönebeck gegen die Wassermassen der Elbe. „Wir sind mit dem Wasserrettungsdienst im Einsatz. Unsere Strömungsretter sind angeseilt auch bei starker Strömung im Einsatz“, erzählt Zangerle, „sie arbeiten dort, wo man sonst niemanden mehr reinschicken kann.“ Um die Deiche zu halten, sind Helfer auch unter Wasser aktiv. „Taucher legen in zwei Meter Tiefe eine Plane über den Deich und befestigen diese mit Sandsäcken. Die Strömungsretter stehen flussaufwärts, um nach Treibgut Ausschau zu halten und flussabwärts, falls ein Kollege ins Wasser fällt – dann springen sie sofort hinterher“, erklärt Strömungsretter Daniel Schwartz.

In der Nacht von Freitag auf Samstag sind die Rettungsschwimmer gegen zwei Uhr im Saarland aufgebrochen. Viel Zeit zum Verschnaufen blieb ihnen nach der Fahrt nicht. „Wir kamen um 14 Uhr in unserem Einsatzgebiet an und wurden um 14.05 Uhr zu unserem ersten Einsatz gerufen“, schildert Zangerle.

Auch Feuerwehrleute aus dem Saarland sind im Hochwassergebiet im Einsatz (die SZ berichtete). Noch gehe es vergleichsweise ruhig zu. „Wir fahren zu möglichen Einsatzorten zur Erkundung und nehmen an den wichtigen Lagebesprechungen teil“, sagte Uwe Schröder, Leiter der Feuerwehr-Bereitschaft Saarland.

Die 105 Kräfte aus drei Zügen stehen im Süden Magdeburgs als Reserve bereit. Dort befinde sich noch ein vierter Zug aus Helfern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Malteser- Hilfsdienstes, der mit 16 Mann die Versorgung sicherstelle. Die Feuerwehrleute, die erst am Samstagmittag über ihren bevorstehenden Einsatz informiert worden waren, machten sich noch am selben Abend auf den langen Weg nach Magdeburg. „Bis 8 Uhr am Sonntagmorgen waren alle im Verfügungsraum in Magdeburg angekommen, bis 17 Uhr hatten wir die Einsatzbereitschaft hergestellt“, sagte Schröder.

Derzeit sei die Lage in Magdeburg ruhig, doch stehe die Elbe immer noch 40 Zentimeter über dem Hochwasserpegel von 2002. Doch inzwischen sind die Deiche aufgeweicht und instabil geworden. Der Osten Magdeburgs sei akut von Deichbrüchen bedroht. „Wenn der Deich bricht, kommen wir direkt zum Einsatz“, sagte Schröder. Denn dann würden 30 000 Menschen evakuiert werden müssen. Für diese besonderen Aufgaben steht seine Mannschaft als Reserve bereit, um der Einsatzleitung die Möglichkeit des flexiblen Handels zu geben.

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