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3,5 Millionen: Saarbrücker Ludwigsplatz wird saniert

Mit Geld von Bund und Land werden acht Gebäude am Ludwigsplatz saniert: Dächer erhalten eine Wärmedämmung, energiesparende Fenster werden eingebaut.

Mit Geld von Bund und Land werden acht Gebäude am Ludwigsplatz saniert: Dächer erhalten eine Wärmedämmung, energiesparende Fenster werden eingebaut.

Saarbrücken. „Der Ludwigsplatz ist etwas Besonderes. Ich bin froh, dass hier was ins Rollen kommt“, bekennt Dieter Heinz, ehemaliger Stadtdenkmalpfleger und ausgewiesener Stengel-Experte.

Seit 2005 läuft die Sanierung der von Baumeister Friedrich Joachim Stengel errichteten Gebäude am Ludwigsplatz, erinnerte Kulturminister Karl Rauber bereits am Donnerstag während eines Pressegesprächs im Palais Röder. Jetzt geht es dank des Geldes aus dem Investitionsprogramm Hochbau des Landes und dem Konjunkturpaket II des Bundes weiter: „Die Sanierungsmaßnahmen an acht Gebäuden haben einVolumen von 3,5 Millionen Euro“, erklärt der Minister und betont den Mehrwert der Maßnahme, die Denkmalschutz und Energieeffizienz zusammenbringt.

Wichtige Instandsetzung

Das beginnt beim Dach, erklärt der mit der Sanierung betraute Saarbrücker Architekt Stefan Krüger (Foto: Krüger). Er setzt damit die Familientradition fort, denn sein Großvater Rudolf Krüger war für den Wiederaufbau von Ludwigskirche und Ludwigsplatz nach dem Zweiten Weltkrieg zuständig. Die derzeit laufenden Arbeiten „sind reine Instandsetzungsmaßnahmen, die sich auf die Wiederaufbaumaßnahmen nach dem Krieg beziehen“, erläutert Josef Baulig, Leiter des Landesdenkmalamtes. So wären die Schieferplatten auf dem Dach des aus den Gebäuden 6 und 7 bestehenden Doppelpalais sowie des Gebäudes 10 „noch für weitere 50 Jahre gut“, weiß Krüger. Jedoch setzten die Stahlnägel Rost an, und die zeitgemäßen Standards der Wärmedämmung würden nicht erfüllt.

Originalgetreu, aber mit Wärmeschutz


Außer dem Dach werden noch das zweite Obergeschoss saniert sowie die Holzfenster originalgetreu, aber mit wärmeschutzverglasung, ersetzt. Zudem erhalten die Gebäude 10, 6 und 7, das Doppelpalais, in das gerade die Kulturabteilung des Kultusministeriums einzog, sowie die Gebäude 12 bis 17 auf Anraten von Heinz einen neuen grau-weißen Fassadenanstrich nach Farbvorgaben Stengels. Drei Gebäude am Platz gehören nicht dem Land, sollten jedoch auch einen neuen Anstrich erhalten. „Wir sind derzeit in Gesprächen mit den Anliegern und eventuell bereit, über eine Unterstützung des Landes zu reden“, sagte Rauber.

Auch Staatskanzlei soll renoviert werden

Außerdem steht im Sommer die Sanierung des in den fünfziger Jahren errichteten Anbaus der Staatskanzlei an. Auch hier gelten die Standards der Wärmedämmung, angefangen vom Einbau einer Fußbodenheizung im Festsaal bis zu den 400 Quadratmeter Fensterflächen. . Alles in allem ist das „kein Luxus, sondern eine längst überfällige Investition, um ein nicht nur für das Saarland bedeutsames Bau- und Denkmalensemble nachhaltig zu sichern“, betont Rauber. Was den notwendigen Luxus betrifft, schlug Heinz vor, im Sinne Stengels Fenster und Balkongitter der Gebäude zu vergolden. Rauber gab sich angesichts dieses in Zeiten klammer Kassen nicht unproblematischen Symbols diplomatisch: „Der Platz ist, wenn er saniert ist, noch nicht in dem Zustand, in dem wir ihn uns wünschen.“

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