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3,5 Millionen für neues Ärztehaus in Völklinger Poststraße

So soll sich die Front der Häuser Nr. 14 bis 20 in der Poststraße nach Abschluss der Bauarbeiten im Frühjahr 2016 präsentieren

So soll sich die Front der Häuser Nr. 14 bis 20 in der Poststraße nach Abschluss der Bauarbeiten im Frühjahr 2016 präsentieren

„ Ärzte heilen die Poststraße“, versprachen wir unseren Lesern im Dezember 2012. Eine Bauherrengemeinschaft rund um den Völklinger Orthopäden Dr. Matthias Kern wollte damals gleich loslegen. Nach jahrelangen Verhandlungen insbesondere mit den Banken ist es soweit. Das „Orthopaedicum Saar“ kann kommen. Die Finanzierung, bei dem Projekt geht um insgesamt 3,5 Millionen Euro, ist nach Angaben der Bauherren unter Dach und Fach. Und am Freitag hat Oberbürgermeister Klaus Lorig ( CDU ) bei Notar Dr. Jörg Britz die Urkunde zur Grundstücksübertragung von der Stadt aus unterzeichnet.

Dies bedeutet laut Architekt und Projektleiter Udo Winkler, dass bereits Mitte dieses Monats die nötigen Abrissarbeiten an den Leerständen Poststraße 14 bis 20 beginnen. Die Eingriffe fallen unterschiedlich stark aus. Während das Gebäude Nr. 20, ein früheres Sportgeschäft, weitgehend erhalten bleibt, müssen die Nummer 18, marode Dächer und Fassaden an den weiteren Häusern und auch störende Anbauten nach hinten in Richtung Forbacher Passage weichen. Die Abrissarbeiten sollen weitgehend von der Forbacher Passage her abgewickelt werden. Der Verkehr, einschließlich Busse, soll weiter durch die Poststraße laufen.
Im neuen medizinischen Zentrum sind 2560 Quadratmeter für Arztpraxen vorgesehen. Neben Dr. Matthias Kern, der bisher im Souterrain des gegenüberliegenden Hauses Poststraße Nr. 19 praktiziert, wird auch sein Völklinger Fachkollege Dr. Björn Bersal einziehen. Weitere Interessenten will Winkler gegenwärtig noch nicht nennen, aber fürs Haus Nr. 20 sind unter anderem auch eine Apotheke, ein Orthopädiefachgeschäft und ein Café vorgesehen. In dem Patienten dann, gemütlicher als sonst, auf ihren Aufruf warten können. Und dann auf einer überdachten Brücke zum jeweiligen Doktor im Gebäudekomplex gelangen. Das DRK behält im neuen Baukomplex sein bisheriges Domizil. Die Räume werden in die Neubauplanung integriert.

Städtebaulich wichtig erscheint Lorig („ein sehr schönes Projekt“) auch, dass „nun ein attraktiver Durchgang zur Forbacher Passage hin geschaffen wird“. Die Stadt hatte fast ein Jahrzehnt lang für eine Wiederbelebung der Leerstände gekämpft. Vom früheren „Sport & More“ bis hin zu einem aufgegebenen Schuh-Fachgeschäft erstreckten sich die Gebäude, die zunehmend zum öffentlichen Ärgernis wurden. Auch weniger erwünschte Bewerber interessierten sich für diese zentrale Lage. Bürgermeister Wolfgang Bintz ( CDU ) sicherte so bei einer hart umkämpften Versteigerung das Haus Nr. 20 zum Preis von 210 000 Euro für die Stadtplanung. Die gesamten Transfers sind laut Oberbürgermeister Lorig „für die Stadt kostenneutral“ ausgegangen.
 
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